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Leseprobe: Fiona – Spinnen (Band 8) (3)

„Ich sollte dich zur nächsten TESZ bringen“, sagt er.
„Zur was?“
„Körperwartungsstation. TESZ.“
Ich überlege kurz. Wahrscheinlich meint er ein Krankenhaus. Aber die Bezeichnung ist schon krass. Körperwartungsstation. Heißt das wirklich so oder nennt er es nur so, weil er einen Berufsschaden hat? Ich beschließe, dass es im Moment keine Rolle spielt und dass ich das ganz sicher nicht will.
„Nicht nötig“, antworte ich knapp.
„Wie du willst.“ Er betrachtet mich. Sein Bett ist nicht besonders breit, daher liegt er auf der Seite, den Kopf in die Hand gestützt. Auf meinem Gesicht verweilt sein Blick nur kurz, dann wechselt er ziemlich schnell zu meinen Brüsten, die er vorhin noch zerquetschen wollte, als er kam. Ich bin ja die unterschiedlichsten Männer gewohnt, von ganz früher noch, als ich fast jede Nacht, mindestens aber an den Wochenenden, unterwegs war und recht wahllos die Männer nahm, wie sie kommen wollten. Daher kenne ich die Männer, die einer Frau ganz wild die Brüste kneten, wenn sie auf ihm sitzt. Auch der eine Idiot im Bordell von Emily war ja nicht anders gewesen. Aber Omar ist eigentlich kein typischer Brustzerquetscher. Andererseits ist hier möglicherweise alles anders typisch, als ich es kenne. Ist ja schließlich ein anderes Universum.
Ich ziehe das rechte, ihm abgewandte Bein an, dann lasse ich das Knie nach außen fallen. Dadurch hängt es in der Luft, aber Omar hat einen guten Blick auf meine Schamhaare. Und er wird der Versuchung nicht widerstehen können.
So ist es auch. Seine linke Hand liegt plötzlich, sozusagen angriffsbereit, auf meinem Bauch.
„Du hast einen sehr muskulösen Bauch“, bemerkt er.
Ich sage nichts, lege nur meine rechte Hand auf meinen rechten Oberschenkel. Die andere ist irgendwo unter ihm begraben. Seine linke Hand bewegt sich nun nach unten, durch die blonden Schamhaare und noch weiter. Mit der für viele Männer typischen Zielstrebigkeit schiebt sich sein Mittelfinger zwischen meine Lippen, verharrt nur kurz, sehr kurz, bei der Klitoris und dringt dann in mich ein.
„Bist du immer noch erregt oder schon wieder?“, erkundigt er sich grinsend.
Eigentlich weder noch, mein Körper reagiert einfach nur. Wofür ich ihm in dieser Situation ausgesprochen dankbar bin.
„Komm, leg dich auf mich“, erwidere ich.
Er gehorcht, ist dabei erstaunlich ungeschickt. Ich greife nach seinem Schwanz und führe ihn ein. Hoffentlich sind nicht alle Männer in dieser Welt so unbeholfen. Wobei, eigentlich interessieren sie mich alle nicht.
Ich will Katharina!
Ich lenke mich mit dem Gedanken an sie ab, während Omar rammelt. Anders kann man das nicht nennen, was er vollführt. Irgendwann reicht es mir und ich packe seinen Hintern, um ihm zu zeigen, wie er sich bewegen soll. Danach wird es besser.
Trotzdem bin ich froh, als er endlich kommt und sich danach von mir abrollt. Jetzt liegt mein linker Arm unter seinem Kopf. Ich befreie ihn und gehe ins Bad. Die Tür lässt sich nicht abschließen. Egal. Tiefer kann ich sowieso nicht mehr sinken.
Nach dem Pullern wische ich mich ab und blicke hoch, als ich seine Bewegung wahrnehme.
Er steht in der Tür und sieht mich an.
„Hör zu, der Chef hat sich gemeldet. Ich muss zur Schicht. Du warst gar nicht von ihm.“
Ich nicke nur.
„Meinetwegen kannst du bleiben, während ich arbeiten bin. Aber danach musst du gehen. Wenn du willst, fahre ich dich zur TESZ, aber das war es.“
„Okay.“
„Ich bin mir nicht sicher, wer oder was du bist. Vielleicht doch eine Demonstrantin. Ist mir auch egal. Den Sex fand ich gut.“
Ich nicht, aber das sage ich ihm lieber nicht. Außerdem sind meine Ansprüche inzwischen sehr hoch. Vor allem, seitdem ich durch Katharina und Sarah weiß, wie sich ein Orgasmus anfühlen kann. Aber auch Askan, obwohl ein Mann, hat es geschafft, mich aus meinem Körper zu katapultieren.
Das alles sage ich Omar natürlich nicht. Ich frage mich nur, was eine Demonstrantin tun soll. Also, eine einzige, ganz allein. Im Wartungstunnel. So richtig viel Sinn macht das nicht, finde ich.
„Ich weiß auch nicht, wer oder was ich bin. Habt ihr nicht irgendwelche Computer oder so was? Internet? Irgendetwas, wo ich mich informieren kann, was es gibt? Vielleicht fällt mir dann wieder etwas ein.“
Oh Fiona, das ist sehr plump. Sehr, sehr plump. Andererseits glaubt er mir sowieso nichts mehr, das sehe ich ihm an. Dennoch zeigt er mir den E-TERM. Das ist tatsächlich etwas Ähnliches wie ein Computer. Im Wesentlichen ein Touchscreen mit einem Betriebssystem, mit dem verglichen Windows 3.1 ausgesprochen fortschrittlich war.
Aber wenigstens etwas.
Er zieht sich an, während ich am E-TERM sitze und mich mit der Bedienung vertraut mache. Danach kommt er zu mir, gibt mir einen Kuss, der in seiner Unbeholfenheit fast schon rührend ist, berührt dabei natürlich meine linke Brust und sagt: „Ich gehe dann. Wo es was zu essen gibt, weißt du ja.“
Das weiß ich, weil er mir den Kühlschrank, der auch warm machen kann, gezeigt hat. Ich nicke also und sehe ihm zu, wie er seine ID nimmt und dann die kleine Wohnung verlässt.
Dann atme ich tief durch. Nichts für ungut, Omar, aber mich findest du hier nicht mehr, wenn du zurückkommst.

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Leseprobe: Fiona – Spinnen (Band 8) (2)

Mir fällt John ein, wie wir uns in einem Wartungsgang der U-Bahn gegenseitig fast den Schädel eingeschlagen haben, bevor ich ihn mit meinem stilettomäßigen Absatz ruhigstellen konnte. Jetzt habe ich nur Stiefeln an, wie sie im Mittelalter üblich waren, dafür habe ich mein Schwert, das beste in Marbutan.
Allerdings ist das hier ganz sicher kein Mittelalter, hier fahren Züge, wohl eher nicht von Dampfloks gezogen. Keine Ahnung, in was für ein Universum mich die Scheißgötter verfrachtet haben, aber ich hätte es vermutlich schlimmer erwischen können. Zumindest gibt es hier Menschen und ich verstehe sogar ihre Sprache. Vieles ist dem ähnlich, was ich kenne, aber nicht alles. Ein bisschen habe ich das Gefühl, als hätten die Götter in diesem Universum geübt, bevor sie meins erschaffen haben.
Nicht meins. Mein ehemaliges. Das ich nicht retten konnte.
Ich bleibe stehen, um meine Fassung zu wiedererlangen. Die wird allerdings erneut empfindlich gestört, als irgendwo ein Zug ankommt. Glücklicherweise weiter entfernt, denn er hat ein irrsinniges Tempo drauf. Mindestens Mach 3, wenn nicht mehr.
Was zum …?
Jedenfalls höre ich ihn viel später als ich ihn sehe. Und wäre er auf einem der Gleise in meiner Nähe angekommen, hätte mich der Fahrtwind gnadenlos von den Füßen geholt.
Ich sehe mich um. Seit einer halben Stunde, mindestens, laufe ich ins Innere dieses gigantisches Gebildes, weg von der Schwärze, weg vom Spinnennetz. Allmählich kommt eine Wand näher, von der ich hoffe, dass sich darin ein Wartungsgang befindet, durch den ich von dieser Plattform wegkomme, die geschätzt einige Dutzend Kilometer breit sein muss. Ein wenig erinnert sie mich an die Landeplattform aus „Stars Wars“, sie ist nur größer. Und in dem Film fahren keine Hunderte von Züge rein.
Als ich endlich die Wand erreiche, erkenne ich eine Gittertreppe, die an einer Tür endet. Das sieht ja schon mal gut aus. Aber die Leute, die hier arbeiten, müssen fit sein. Wieso gibt es hier keine Fahrstühle?
Die Tür ist aus Stahl, soweit ich es erkennen kann, und mit einem Knauf versehen. Allerdings lässt er sich problemlos drehen, sodass ich die Tür öffnen kann. Dahinter befindet sich ein Gang, der aussieht, wie solche Gänge eigentlich immer aussehen. An der Decke sind Neonlampen befestigt. Sie müssten jetzt nur noch flackern, damit ich mir wie in einem schlechten Film vorkomme.
Aber sie flackern nicht.
Der Boden ist sauber und genau wie die Wände mit einem silberfarbenen Anstrich versehen. Ich kann nach rechts oder nach links gehen. Rechts gefällt mir besser, dort sehe ich etwas weiter entfernt etwas blinken. Also nehme ich diese Richtung.
Das Blinken gehört zu einem Fahrstuhl, zum Rufknopf. Warum fährt der nicht einfach auf die Plattform? Das ist doch bescheuert. Dieser Korridor ist völlig sinnlos.
Ist es nicht, denke ich dann. So wie die Züge da fahren, wäre es sehr unangenehm, wenn ausgerechnet in dem Augenblick, wenn die Tür aufgeht, ein Zug vorbeirauscht. Vielleicht hat doch jemand nachgedacht, als er die Anlage entworfen hat.
Aber wer zum Teufel braucht so einen riesigen Bahnhof? Und was soll das Spinnennetz unter den Gleisen?
Sehr eigenartig, das alles hier. Ich muss unbedingt schnellstmöglich herausfinden, in was für einer Welt ich gelandet bin. Und warum der Ring unbedingt wollte, dass ich durch diese Tür gehe.
Überhaupt, dieser Ring. Ich mustere ihn nachdenklich. In der Mittelalter-Welt hat er mir ja wirklich gute Dienste geleistet. Da er aber auch im Ewigen Turm gewirkt hat, gehört er nicht nur zu Kyo, wie alle glauben, sondern sogar zu Fiona. Fragt sich nur, wie er ins Spiel passt. Noch ein magic tool? Ich hoffe, er gibt mir noch weitere Hinweise. Cool wäre es ja, wenn er mir den Weg zu Katharina zeigen würde. Und noch cooler wäre es, wenn sie noch am Leben wäre. Über vier Jahre, die zumindest in der Mittelalter-Welt seit der Zerstörung unseres Universums vergangen sind, können eine Ewigkeit sein. Ich schätze, Katharina weiß auch nicht, wer sie ist. Was wiederum bedeutet, dass ich sie nicht nur finden, sondern auch überzeugen muss, mich in den Ewigen Turm zu begleiten. Je nachdem, was sie inzwischen so treibt, könnte das eine echte Herausforderung werden.
Zunächst aber wäre ich schon froh, sie nur zu finden.
Jetzt hört das Blinken auf und die Tür öffnet sich. Ich sehe mich drei Männern gegenüber, die typische Monteurkleidung tragen. Wobei, einer von denen ist noch nicht wirklich ein Mann.
„Ja, wer bist du denn?“, fragt ein anderer, der massemäßig locker die beiden anderen ersetzen könnte. Er ist dunkelblond, fast so hoch wie Askan oder James und hat blaue Augen.
Ich überlege kurz, ob ich mein Schwert ziehen soll, verzichte dann aber doch darauf. Die drei Jungs wirken nicht bedrohlich. Die beiden anderen sowieso nicht. Einer von ihnen ist schlank, etwa in meinem Alter und hat sich schnell von der Überraschung erholt.
Der dritte ist jung, noch nicht erwachsen, aber vermutlich ausgewachsen. Er ist deutlich kleiner als die beiden anderen und wird es vermutlich auch bleiben. Er mustert mich wie jemand, der nur selten eine Frau gesehen hat, nackt vielleicht noch nie.
„Mein Name ist Fiona“, erwidere ich. „Wo ist der Ausgang?“
Die drei starren mich an und fangen dann an zu lachen. Hm. Eigentlich meinte ich das ja ernst. Aber gut. Je nachdem, was das für eine Welt ist, gibt es vielleicht keinen Ausgang und meine Frage ist ähnlich bescheuert wie auf der Erde, als es sie noch gab, die Frage nach einer Spülmaschine, die sich selbst einräumt, ausschaltet und wieder ausräumt, gewesen wäre.
Dann zeigt der Dicke in die Richtung, aus der ich gekommen bin: „Der einzige Ausgang, den es hier gibt, ist dort. Aber ich würde den nicht nehmen. Die Dolgs sind sehr schnell.“
Wer? Ich kann mich gerade noch beherrschen, die Frage nicht laut zu stellen. Flüchtig schießt mir der Gedanke durch den Kopf, wie schön es doch war, als Kyo die Welt nach einer Tabula rasa vollkommen ahnungslos kennenzulernen. Jetzt, mit dem Wissen über mein altes Universum und die Mittelalter-Welt, ist es viel anstrengender.
Scheißgötter! Ich hasse euch!
„Hast du dich denn verirrt?“, fragte jetzt der andere ältere.
„Ich glaube schon. Wo bin ich überhaupt?“
„Im Wartungstunnel der A-Plattform“, antwortet er. „Eigentlich dürfen hier nur Wartungstechniker sein, also wir.“
„Ich würde ja gerne gehen, aber wie komme ich hier weg?“
„Du musst doch irgendwie hergekommen sein“, meint der Dicke.
„Ich weiß aber nicht, wie.“ Die Nummer, sich an nichts zu erinnern, hat ja schon mal gut funktioniert. Allerdings war sie in der anderen Welt echt.
„Du weißt nicht, wie?“
Ich schüttele den Kopf.
Der Schlanke sieht den Dicken an und sagt: „Ich bringe sie nach oben. Ihr kommt sicher auch allein zurecht.“
„Klar, Omar“, sagt der Dicke und winkt dann dem Kleinen zu. „Komm, Kid. Wir lassen Omar mit seiner neuen Flamme allein.“
„Ich könnte sie doch auch nach oben bringen, Danny“, meint Kid.
Danny? Das auch noch!
Danny legt ihm freundschaftlich die Pranke auf die Schulter und zieht ihn mit sich. „Werde du erst mal erwachsen, Kleiner. Komm jetzt!“
Die beiden trotten Richtung Treppe davon, wobei Kid noch nicht ganz so überzeugt ist, dass es so richtig ist, denn er blickt mehrmals zurück.
„Mein Name ist Omar Caruso“, sagt der dritte Mann. „Komm in den Aufzug. Ich bringe dich zum Ausgang. Danny hat zwar gesagt, es gibt keinen, aber natürlich kannst du den Wartungsbereich verlassen.“
Ich nicke und betrete die Kabine. Omar drückt einen Knopf, woraufhin die Tür zugleitet und der Aufzug sich in Bewegung setzt. Erstaunlich leise und schnell.
„Du meintest das doch nicht ernst, dass du dich nicht erinnerst, oder? Bist du eine Demonstrantin?“
„Eine Demonstrantin? Nein, das glaube ich nicht. Wofür sollte ich denn demonstrieren?“
Er zuckte die Achseln. „Das habe ich sowieso nicht verstanden, wofür diese Demonstrationen gut sein sollen. Angeblich für bessere Lebensbedingungen. Aber das ist ja Blödsinn. Es gibt ja nur den Bahnhof.“
Aha. Soll er das ruhig glauben. „Ich erinnere mich nicht, was ich bin.“
„Aber du weißt doch deinen Namen?“
„Ja, und das war es auch schon.“
Er mustert mich nachdenklich. „Sag mal, kann es sein, dass der Chef dich schickt?“
„Der Chef? Mich?“
„Er macht ja schon mal so einen Quatsch. Um uns aufzumuntern und zu motivieren.“
Mitarbeitermotivation. Überall auf dieselbe Art und Weise. Menschen sind Menschen, egal wo.
„Und wenn es so wäre?“
„Dann hättest du das vorher sagen müssen, damit die anderen auch was davon haben.“
„Vielleicht gilt es aber nur dir?“
„Du wusstest doch gar nicht vorher, dass ich dich hochfahre.“
„Nein, da hast du einfach nur Glück.“
„Aha.“ Er schweigt und sieht mich an. Da ist er, dieser Wie-siehst-du-denn-darunter-nackt-aus-Blick. Und da ich im Moment absolut keine Ahnung habe, wie die Spielregeln in dieser Welt sind, beschließe ich, in den Überlebensmodus zu schalten. Und wenn es dazu gehört, mit einem wildfremden Mann zu ficken, dann ist es eben so.
„Was hältst du davon, wenn du für heute Feierabend machst und wir zu dir gehen?“, erkundige ich mich. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht.
„Wenn der Chef das so gesagt hat, dann ist das schon okay“, erwidert er. Ich weiß nicht, ob ich seinen Fatalismus lange ertragen kann.
„Klingt gut“, sage ich und schenke ihm ein Lächeln.

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Leseprobe: Fiona – Spinnen (Band 8) (1)

„Verfluchte Scheiße!“
Ich starre entgeistert nach unten. Und nach oben. Eigentlich egal, wohin ich blicke, ich sehe entweder schwarze Dunkelheit oder ein riesiges Spinnennetz. Letzteres befindet sich unter mir und damit unter dem, worauf ich stehe. Was es genau ist, weiß ich noch nicht, aber es könnte sich um einen gigantischen Bahnhof handeln. Und gigantisch bedeutet hier wirklich gigantisch. Unzählige Schienen führen in ihn hinein. Wie viele genau, das weiß ich nicht, ich höre bei etwa dreihundert auf zu zählen.
„Verfluchte Scheiße“, wiederhole ich. „Aus dem Mittelalter in eine Modelleisenbahn! Na toll!“
Ich betrachte das Spinnennetz, das sich unter den Schienen so weit erstreckt, wie ich überhaupt sehen kann. Sehr weit ist es nicht, bald schon verliert sich alles in Dunkelheit. Und das, obwohl ich in der Dunkelheit eigentlich sehen kann.
Die Schienen sind faszinierend. Ehe sie das … Gebäude, in dem ich mich befinde, erreichen, hängen sie völlig freischwebend über dem Spinnennetz. Nirgendwo ist irgendeine Art Aufhängung zu erkennen. Fahren darauf tatsächlich Züge? Und was für welche? Jedenfalls andere als die, die ich aus meinem Universum kenne, denn den Schienen nach zu urteilen sind die Züge hier mindestens doppelt so breit, wie sie auf der Erde waren. Mindestens.
„Ihr Arschlöcher!“, schreie ich in die Dunkelheit hinaus. „Ihr verdammten Arschlöcher! Das macht euch wohl Spaß?!“
Keine Ahnung, ob sie mich hören, die Götter, die es anscheinend lustig finden, mich an meine Grenzen zu treiben. Aber ein bisschen fühle ich mich nach diesem Ausbruch besser. Allerdings wirklich nur ein bisschen, und auch das ist wieder weg, als mir plötzlich Kian einfällt. Und Askan. Und Katharina. Und James. Und Sandra.
Verdammt.