Willkommen auf meiner Webseite.

Das ist so ein Standardgruß, der nicht fehlen darf. Und er ist durchaus ernst gemeint. Dennoch habe ich etwas Bauchgrummeln, wenn er den ersten Satz einer Webseite markiert. Denn willkommen heißen kann ich jemanden doch nur, wenn ich ihm begegne. Und das passiert hier nicht. Du bist da, aber ich nicht. Von mir findest Du nur etwas vor, was ich irgendwann einmal geschrieben habe. Jetzt, in diesem Moment, wenn ich es schreibe, ist es für mich Gegenwart und ich bin da – aber Du wiederum nicht.

Es ist also keine Begegnung.

Vielleicht sollte ich besser schreiben: Ich freue mich, dass Du meine Webseite besuchst.

Aber im Grunde genommen gilt dafür dasselbe: Du bist da, ich nicht, wie könnte ich mich also genau jetzt über Deinen Besuch freuen? Ich weiß ja nicht einmal davon!

Nun, dann bleibt immer noch diese Variante: Wenn ich wüsste, dass Du genau jetzt meine Webseite besuchst, würde ich mich ganz bestimmt darüber freuen und Dich willkommen heißen. Können wir uns darauf einigen?

Und nun, wenn Du schon hier bist und Dich willkommen geheißen fühlen darfst und sollst, sieh Dich ruhig um.

Heute, am 2. Oktober 2017, ist die Webseite noch sehr am Anfang und unvollständig. Das wird sich aber schon bald ändern. Zumindest ist es erkennbar, wohin die Reise geht. Ich werde mich vorstellen, was ich mache und was ich vielleicht auch für Dich tun kann. Und ich werde Blogbeiträge schreiben, kurze und lange, in denen ich kommentiere, was ich so erlebe oder lese. Das können politische Ereignisse sein, manchmal philosophische Gedanken oder eben andere Sachen, die mir in jenem Moment wichtig sind bzw. dann wichtig sein werden. Man (sic!) muss ja bisschen vorsichtig sein, aus welcher Perspektive man (sic!) gerade schreibt und das jeweils passende Tempus verwenden.

Wie auch immer, Du bist da, das ist doch schön. 🙂