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Geschichten einer Kriegerin – Magie der Angst (2)

Graue Augen, riesengroße Brille mit braunem Rand. Furchtbar hässlicher, aber äußerst angenehm warmer Rollkragenpullover, schulterlange, mittelgescheitelte, braune Haare.
Furchtbar. Vor allem, weil es mich an meine kurze Karriere als Prostituierte erinnert. Außerdem sieht die da im Spiegel irgendwie so brav aus. Viel zu brav. Okay, im Babydoll nicht mehr ganz so brav. Trotzdem.
Seufzend verlasse ich die Zugtoilette und kehre an meinen Platz zurück. Laut Fahrplan und wohl auch tatsächlich noch etwa eine Viertelstunde. Ich bin echt gespannt, was mich in Males erwartet.
Ein hübscher, kleiner Ort, laut den wenigen Prospekten, die ich gefunden habe. Im Internet steht, dass er 7.342 Einwohner hat, aber ich glaube, der aktuelle Schwund wurde da noch nicht berücksichtigt, also 7.340. Obwohl, es könnten ja auch andere gestorben sein, und vielleicht gibt es zudem Neuzugänge?
Scheißegal.
Als der Zug mit quietschenden Bremsen in den niedlich kleinen Bahnhof einfährt, stehe ich bereits mit meinem Gepäck an der Tür. Dienstag, drei Uhr nachmittags und wer steigt aus dem Zug?
Ich.
Sonst niemand.
Na toll.
Und wer erwartet mich?
John Wayne. Dunkelblaues Holzfällerhemd, schwarze Jeans, Stiefel, Revolver an der Hüfte, daneben die Polizeimarke und ein wettergegerbtes Gesicht.
Ach du heilige Scheiße.
Und wieso trägt er nicht wenigstens einen Pullover bei dieser Kälte? Ich friere, obwohl ich auch noch eine Jeansjacke über den Pulli gezogen habe.
Hilfe! Das ist ja ein Mann! Stünde er mit dem Rücken zu mir neben James an einer Theke, ich könnte die beiden kaum unterscheiden!
Seit wann bis du so voller Vorurteile, Schätzchen?
Halt die Klappe, Loisfiona. Ich muss mich konzentrieren.
John Wayne kommt grinsend auf mich zu und hält mir die Hand hin.
„Sie sind Lois Nale, nicht wahr? Ich bin Captain Daniel Morgin, der Chef der örtlichen Polizei.“
Nur Captain? Ich kann es mir gerade noch verkneifen, die Frage laut zu stellen.
„Hallo, Captain Morgin“, hauche ich stattdessen, ganz im Sinne der Rolle. Zumindest der Rolle, wie sie mal der schüchternen Prostituierten-Rookie Lois entsprach. „Ja, ich bin Lois Nale.“
Er mustert mich. „Niemand außer mir weiß, dass Sie Fiona Flame sind. Aber ich frage mich schon, wieso die vom Verein ausgerechnet Sie hierher schicken.“
„Weil die wissen, dass Fiona Flame auch mit dreiarmigen, Visz-Dolch schwingenden Mörderbabys fertig wird“, erwidere ich lächelnd.
„Ist das so?“
„Keine Ahnung, Captain. Hatte noch nie mit einem zu tun. Aber ich denke schon. Okay, die Lois Nale ist eine eher schüchterne Studentin, die sich mit PSI-Geschichten beschäftigt und sich da gut auskennt. Sie ist normalerweise nicht so die große Heldin, aber wenn es sein muss … Ich hoffe jedenfalls, dass ich das Geschöpf erwischen kann, ohne dass Fotografen in der Nähe sind.“
„Aha. Dann darf ich bestimmt Ihre Tasche nehmen?“
„Ja, gerne. Vielen Dank.“ Ich bin wieder in meiner Rolle, was sich seltsamerweise auch auf meine Stimme auswirkt. Ich mache das nicht einmal absichtlich. Als Lois bin ich schüchtern und zurückhaltend. Erstaunlich, wie gut das gelingt. Ob das mein wahres Ich ist?
Du bist dämlich, sagt mein wahres Ich.
John Wayne alias Captain Morgin fährt natürlich einen Landrover. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Bequem geht anders, aber in dieser Gegend bestimmt zweckmäßig. Zwar ist die Stadt überwiegend eben gebaut, doch sie liegt am Fuß eines Berges, und wenn man nicht durch den Eisenbahntunnel fährt, was mit dem Auto eine schlechte Idee wäre, dann sind Strecken zu bewältigen, für die ein Landrover nicht die schlechteste Wahl ist.
Jetzt jedoch verlassen wir die Stadt nicht.
Wir fahren aufs Revier. Es ist logischerweise sehr viel kleiner als das Präsidium von Skyline, etwa im selben Verhältnis wie die Einwohnerzahlen. Okay, vielleicht nicht ganz, dann müsste das Gebäude die Größe einer Zigarettenschachtel haben. Viel größer ist es zwar nicht, aber ein bisschen schon.
Der Captain stellt mich drei Polizisten vor, deren Namen ich mir auf die Schnelle nicht merken kann, dann begleitet er mich in sein Büro, schließt die Tür und deutet auf seinen Schreibtisch.
„Da liegt die Akte. Viel steht ja noch nicht drin.“
Der geht aber ran. Wow!
Ich setze mich an den Schreibtisch und schlage die Akte auf. Viel ist echt nicht drin. Ein Bericht mit Fotos zum Tatort, außerdem das Ergebnis der Obduktion.
„Ich nehme an, an so einem Ort gibt es nicht viel für einen Leichenbeschauer zu tun“, bemerke ich als Fiona.
„Wieso?“
„Äh … Entschuldigung. Ich wollte nicht unhöflich sein oder etwas andeuten. Ich meine nur, das ging ziemlich schnell, die Obduktion, oder meinen Sie nicht?“
Er starrt mich verwirrt an. Ich beschließe, ihn möglichst nicht mit Persönlichkeitswechseln zu irritieren und in meiner Rolle zu bleiben.
„Es … es ist nicht wichtig, Captain Morgin. Es tut mir leid.“
„Okay.“ Verdammt, in wie vielen Personen ist der Vorgänger von James´ Seele reinkarniert?
Ich betrachte die Bilder vom Tatort, um mich abzulenken. Wie es aussieht, hat der Täter die beiden im Wohnzimmer beim Fernsehen überrascht. Die Opfer haben keine Chance gehabt. Sie wurden regelrecht zerstückelt. Nicht gerade appetitlich, außer man liebt Menschenfleisch. Dann schon.
Ich rücke meine Brille zurecht. „Das sieht aus, als hätte jemand die beiden Menschen sehr gehasst.“
„Ja, das sieht so aus.“ Gütiger Drol, lass ihn schweigen oder richtig reden!
„Und … und Zeugen haben jemanden mit drei Armen in der Nähe gesehen?“
„Ja.“ Ich schreie gleich!
„Gibt … gibt es eine Beschreibung?“ Ich glaube, das Stottern ist eine ganz gute Therapie gegen den Schreizwang, der in mir um Freiheit kämpft.
„Keine einheitliche. Bis auf den dritten Arm.“
„Der wird einheitlich beschrieben?“
„Nur dass es ihn gab.“
„Ach so.“ Ich rücke meine Brille zurecht, obwohl sie perfekt saß. Aber ich will nicht den Captain verprügeln. Er kann wahrscheinlich genau sowenig etwas dafür wie James. „Könnte … könnte ich den Tatort besichtigen, Captain Morgin?“
„Natürlich. Aber da ist der Dreiarmige nicht mehr.“
„Wissen Sie denn, wo er ist?“
„Nein, natürlich nicht.“
Natürlich. Wie konnte ich auch nur denken …
Ich beiße die Zähne zusammen und erhebe mich. Wenn der Captain noch am Leben ist bei meiner Abreise, dann würde meine Selbstbeherrschung auf eine ganz neue Stufe gehoben worden sein. Ich will es ja wirklich sehr hoffen.
Scheiße.
Der Tatort ist bereits gesäubert, insofern uninteressant. Wahrscheinlich war er vorher auch uninteressant. Das sagen zumindest meine übermenschlichen Sinne. Hier gibt es nichts, was mich weiterbringt. Ich spüre allerdings den Hauch von etwas, das mal hier war. Und es war böse. Sofern es das Böse überhaupt gibt. Aber das, was hier war, kam dem schon recht nahe. Da ist etwas unglaublich Dunkles, Beängstigendes. Selbst ich merke das, obwohl ich gegen Angst eigentlich immun bin. Mehr oder weniger.
Hm. Eigenartig. Was ist das nur für ein Wesen? Ich schätze, auf jeden Fall ein Dämon, einer der ungemütlichen Sorte. Hoffentlich kein Krumana-Quatsch, darauf habe ich überhaupt keine Lust.
Danach werde ich in mein Quartier gebracht. Eigentlich ist es nur eine namenlose Pension. Sie wird von einer Liane Cook geführt, wie ich auf dem Schild erkennen kann. Ein großes, dunkles Haus mit einer Dachterrasse. Wow! Der Vorgarten ist sehr sauber und sehr ordentlich. Könnte glatt von meiner Mutter sein.
Liane Cook könnte nicht meine Mutter sein. Liane Cook ist klein und schmächtig, hat graue Haare, die jungenhaft kurz geschnitten sind, und braune Augen. Abgesehen von der Statur erinnert sie mich irgendwie an …
„Liane ist meine Schwester“, sagt der Captain. „Liane, das ist Lois Nale. Sie unterstützt uns.“
„Hallo“, flüstere ich und gebe ihr die Hand. Ihr Händedruck erinnert an einen Lufthauch, nur nicht so kräftig. Die passt gut zu Lois. Und zu ihrem Bruder.
Mann, Mann.
„Hallo, Lois. Darf ich Ihnen die Tasche abnehmen?“
„Die nehme ich“, erwidert der Captain und macht es auch. Er geht voran, ich folge ihm, seine Schwester mir.
Immerhin, das Zimmer ist schön. Ordentliche Möbel, rustikal, aber in sehr gutem Zustand. Alles sauber, es gibt sogar ein Bad nur für mich. Und Fernsehen! Und Telefon! Ein Flyer informiert über die Sender und dass die Erotikkanäle pro Film drei Dollar kosten. Ich stelle mir gerade das Gesicht von Liane vor, falls ich den einen oder anderen Film bezahlen müsste. Wobei, wenn da Filme mit Frauen, die wie Katharina
Die ist fort!
Ja, ja. Arschloch.
Ich hoffe, dass niemand meinen kurzen Anfall mitbekommen hat. Der Gedanke an Katharina war nicht gut. Überhaupt, warum sollten mich Pornos zwischen Frauen noch interessieren? Anne Marie tot, Katharina fort. Dieser Teil meines Lebens ist Geschichte. Ende, aus, vorbei.
Scheiße. Verdammte Scheiße.
Der Captain teilt mir mit, dass er mich in einer Stunde abholt und wir dann zu Abend essen werden.
Nachdem die Tür sich geschlossen hat, setze ich mich auf den Bettrand und atme tief durch.

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Geschichten einer Kriegerin – Magie der Angst (1)

Es ist kühl. Wie bescheuert von mir, an so einem Tag Danny zu übernehmen. Ich hätte ihn auch den Hütern der gefährlichsten Blondine des Landes, meinen Eltern, überantworten sollen. Sie werden mit meiner Tochter fertig, da ist Danny keine wirkliche Herausforderung mehr.
Aber nun ist es egal, Danny ist da und muss raus. Ich beschließe daher, wieder in den Park zu gehen. Mit etwas Glück werden heute keine Drachen unterwegs sein.
Kaum bin ich auf der Straße, kommt die nächste unangenehme Erkenntnis: Es ist viel zu kalt für meine Kleidung. Oder für mich in meiner augenblicklichen Kleidung. Jeans und Stiefeletten gehen ja, aber obwohl mein Rollkragenpullover schwarz ist, nicht weiß, zieht er einfach nicht genug Sonnenstrahlen an, um mich aufzuwärmen. Das liegt vermutlich daran, dass es die Sonnenstrahlen gar nicht erst durch die Wolkendecke schaffen.
Ich könnte ja Danny nehmen und mit ihm über die Wolken fliegen. Aber erstens würden die Leute erstaunt schauen. Zweitens würde Danny sehr erstaunt schauen. Und ob es da oben wärmer ist als hier unten, wage ich zu bezweifeln.
Blöde Idee also.
Das Einzige, was ich tun kann, ist zu laufen. Hin und wieder stoppt mich Danny abrupt, ich muss dann aufpassen, den armen Kerl nicht durch die Luft fliegen zu lassen.
Irgendwann erreichen Hund und genervtes Frauchen doch noch den Park und der Hund darf endlich frei laufen. Er entdeckt auch sogleich einige Freunde und stellt unmissverständlich klar, dass er spielen will. Die Freunde sehen das nicht alle so, aber schließlich erbarmt sich ein Mastiff seiner. Wenigstens ein würdiger Gegner. Danny wirkt sogar ein bisschen schmächtig neben ihm, und das will schon was heißen. Aber das macht er durch Energie wieder wett.
Ich lasse mich auf eine Bank sinken und hole mein Handy hervor, doch da bleibt jemand neben mir stehen.
Ich blicke hoch.
Ein Mann. Er trägt einen braunen Anzug, ein hellblaues Hemd und braune Schuhe, keine Krawatte. Haare hat er keine, zumindest auf dem Kopf, obwohl er jung aussieht. Jedenfalls jünger als die meisten Glatzköpfe. Okay, Vin Diesel wäre ein Gegenbeispiel, aber der hier ist so weit entfernt von Vin Diesel wie ich von Dolly Parton. Oder so.
„Ich muss mit Ihnen sprechen, Fiona“, sagt er.
Ich ziehe á la James die linke Augenbraue hoch.
„Mein Name ist Frank Weaver“, fährt er fort, während er sich neben mich setzt. „Ich bin Vorstandsmitglied von ‚Magische Verbrecher‘.“
„Aha. Sie sind ein magischer Verbrecher?“
„Nein, wir jagen sie. Aber manchmal reichen unsere Möglichkeiten nicht aus, daher möchte ich Sie um Hilfe bitten.“
„Mich um Hilfe bitten? Bei der Jagd auf einen magischen Verbrecher? Faszinierend. Wie kommen Sie auf die Idee, ich könnte Ihnen da helfen?“
„Ben Norris hat es mir gesagt.“
Hm. Das ist natürlich ein passendes Stichwort. Trotzdem, ganz so leicht will ich es ihm nicht machen, ich brauche etwas mehr Informationen, um zu entscheiden, ob er Freund oder Feind ist. Genauer gesagt, ob er das Gleichgewicht stört oder bewahrt.
„Ben Norris?“
„Ja, er ist Lieutenant bei der Polizei, was Sie wissen. Aber Sie vertrauen mir noch nicht.“
„Richtig.“
Ich werfe einen Zwischendurchblick auf Danny, aber der ist gerade damit beschäftigt, den Mastiff zu überreden, das Raufspiel verloren zu geben. Zu blöd, dass er, der Mastiff, sich dabei auf Danny gelegt hat. Danny ist ja schon groß und stark mit seinen etwa 50 kg, aber Mastiffs sind für gewöhnlich deutlich größer und schwerer, dieser auf jeden Fall. Ich hoffe mal, Danny nimmt es sportlich, ich habe keine Lust, dazwischenzugehen.
„Ich weiß, dass Sie eine Kriegerin sind, und dass Sie letztes Jahr Ihren Mann und Jack Siever, den Polizeichef, aus Kanaan befreit haben.“
„Okay, das wissen tatsächlich nicht viele. Wobei soll ich Ihnen denn helfen?“
„Es geht um den Mord an zwei alte Leute. Er geschah gestern in Males, etwa 500 Meilen von hier.“
„Ein Mord? Davon gibt es auch hier in Skyline viele. Täglich. Nicht mein Geschäft.“
„Außer, dabei wird das Gleichgewicht gestört, nicht wahr?“
Hm, vielleicht wird es doch interessant.
„Wer wurde denn ermordet?“
„Das ist nicht der interessante Teil, sondern wer die alten Leute ermordet hat. Es war ihr Sohn, den sie vor 20 Jahren im Wald ausgesetzt haben.“
„Okay, das ist relativ ungewöhnlich, wobei ich sagen muss, ich wäre möglicherweise auch sauer.“
„Das Baby wurde ausgesetzt, weil es drei Arme hat. Als die örtliche Hexe, ist ein kleines Örtchen, das noch ein wenig im letzten Jahrhundert lebt, versucht hat, mit einem Visz-Messer den Arm abzuschneiden, nahm das Baby das Messer und stach der Hexe beide Augen aus.“
„Autsch. Ein Baby einer Erwachsenen? Mit einem Visz-Messer? Vielleicht ist es tatsächlich eine gute Idee von Ben gewesen, Sie an mich zu verweisen. Woher stammen die ungewöhnlichen Kräfte des Kleinen, ist das bekannt?“
Frank Weaver schüttelt den Kopf.
„Es gab Zeugen, die den Dreiarmigen gesehen haben wollen. Und sie behaupten alle, er hätte höchstens wie zehn ausgesehen.“
„Sie meinen, ihn gestern gesehen haben wollen?“
„Genau. Zum ersten Mal seit 20 Jahren. Erkannt haben sie ihn nur am dritten Arm.“
„Okay, Sie haben tatsächlich meine Neugierde geweckt. Dreiarmige Babys, die einer erwachsenen Hexe einen Visz-Dolch entwinden und ihr damit die Augen ausstechen, dürften recht selten und eher übernatürlich sein. Und wenn es jetzt tötet, muss ich eine Störung des Gleichgewichts in Betracht ziehen. Weiß denn jemand in Males, dass, sagen wir mal, keine offiziellen men in black den Fall übernehmen werden?“
Er lächelt leicht. „Die örtliche Polizei hat sich an uns gewendet. Wir haben bereits angedeutet, dass dieser Fall selbst für uns ungewöhnlich ist.“
„Aber sie wissen nicht, woher auch, dass Fiona Flame ankommen wird, richtig?“
Er nickt.
„Ich würde ja gerne darum bitten, dass es auch dabei bleibt, aber ich fürchte, ich bin zu bekannt, selbst in einem kleinen Ort im Landesinneren.“
„Sie könnten sich verkleiden. Wir weihen nur den Polizeichef ein. Was halten Sie davon?“
„Ja, eine gute Idee. Kündigen Sie bitte Lois Nale an.“ Perücke und Brille! Das wird sicher ein seltsames Gefühl sein, wieder die 22-jährige Studentin zu sein, die kein Geld von ihren Eltern bekommt.
Aber diesmal sage ich James im Vorfeld schon Bescheid, nicht dass er noch Mark besucht, während ich unterwegs bin.
„Ich bin Ihnen sehr dankbar“, sagt Frank Weaver, während er sich erhebt. „Ich bin gespannt, was Ihre Recherchen ergeben werden.“
„Ich auch, ich auch. Wahrscheinlich fahre ich morgen mit dem Zug, aber das hängt davon ab, wie ich alles organisieren kann.“
„Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“
Ich beobachte den Kerl, als er sich schnellen Schrittes entfernt, dann blicke ich Danny an, der plötzlich mit hängender Zunge vor mir sitzt.
„Sag bloß, du willst freiwillig wieder ins Büro?“
Er bellt nur, aber ich deute das mal als ein Ja.