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Leseprobe: Gefährliche Rochade

Gefährliche Rochade

Irgendwo, 18.11.2013

Ein junges Mädchen in einem hübsch eingerichteten Jugendzimmer. Der Raum hatte zwar keine Fenster, war aber sehr ansprechend ausgestattet. Die Möbel waren hochwertig und entsprachen sicher dem typischen Geschmack von Teenagern. Auch die Bilder an der Wand bewiesen Geschmack, waren aber gleichzeitig geeignet, das Auge junger Menschen zu erfreuen. Viele Pflanzen und bunte Fische in einem großen Aquarium gaben dem Ganzen etwas Lebendiges.
Ein großer Flachbildschirm versprach entsprechende Unterhaltung.
Was das idyllische Bild trübte, war das Mädchen selbst. Ihre dick bandagierte Hand wies auf Schmerz hin. Aber mehr noch waren es ihre Augen.
Ihr Blick war leer. Tränen hatten sie lange nicht vergossen. Julia konnte nicht mehr weinen.
Auch zu denken fiel ihr schwer. Sie wusste nicht, wie sie hierhergekommen war. Ihre Hand schmerzte manchmal, aber nicht so doll. Das lag auch an den Medikamenten, die ihr der fremde Mann gegeben hatte. Nachzuschauen, was mit ihrer Hand war, das hätte sie sich nicht getraut, selbst wenn sie den Verband hätte abnehmen können.
Würde sie bald sterben müssen? Das hatte sie sich oft gefragt. Sie wusste es nicht, aber Angst hatte sie keine. Nur davor, dass ihr der Mann wieder wehtun könnte.

Den Mann hatte sie noch nie richtig gesehen. Immer wenn er in ihr Zimmer kam, trug er einen dunklen Trainingsanzug, schwarze Joggingschuhe, eine Kapuze und über das Gesicht gezogen eine Maske, die nur kleine Sehschlitze hatte. Dann brachte er ihr etwas zu essen, sagte aber nichts.
Und immer abends, bevor das Licht ausging, schaltete er von draußen dieses Lied von Pink Floyd an, das ihr Papa auch so gerne hörte. Ihr Englisch war nicht sehr gut, aber den einzigen gesprochenen Satz in dem Lied konnte sie sehr gut verstehen:

One of these days I will cut you into little pieces.
Eines Tages werde ich dich in kleine Stücke schneiden.

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Leseprobe: Verdächtige und andere Katastrophen

Verdächtige und andere Katastrophen

Paul Maurus schaute sich um. Seine großen, blauen Augen mit dem leicht verrückten Blick, blieben an dem Spülbecken hängen. Er fixierte den tropfenden Wasserhahn. Die Tropfen, die in regelmäßigen Abständen in den Spülstein fielen, hallten wie Trommeln in seinem Kopf. Mit dem Stuhl, auf dem er rittlings saß, schlug er kippelnd den Takt dazu. Die Arme auf der Lehne verschränkt, das Kinn darauf gestützt, wanderten seine Augen zum Telefon. Er wünschte, es würde läuten, wenngleich er nur mit Widerwille telefonierte. Seine Gedanken tanzten Walzer. Wie stets, wenn er seinen Kopf frei bekommen wollte, schüttelte er diesen so heftig, dass ihm seine kinnlangen, blonden Haare noch zerzauster in die Stirn fielen und ihm das Aussehen eines ausgefransten Wischmopps verliehen. Diese Phase der Entspannung wurde unvermittelt durch das Aufreißen der Tür gestört. Der Anblick seines Chefs, Kommissar „Eifer“, der bei Tag und Nacht, dienstlich wie privat, jederzeit mit Leib und Seele Hauptkommissar Gregor Brandolf war, ließ ihn unwillkürlich zusammenzucken. Nicht etwa, weil er sich ertappt fühlte oder die Art, wie sein Chef die Tür öffnete, waren der Grund, vielmehr die Tatsache, dass er sich nie wirklich an dessen Aussehen gewöhnt hatte und es auch niemals tun würde. Wie musste sich da erst Kommissar „Eifer“ beim Anblick seines Spiegelbildes fühlen? Der Gedanke stimmte ihn mitleidig gegenüber diesem ebenso unerbittlichen wie hässlichen Mann, dessen Aussehen nur eine Mutter lieben konnte und der mit der schmerzlichen Gewissheit zu leben hatte, dass jeder Spiegel sein natürlicher Feind war. Sein ungewöhnliches Äußeres ähnelte einer misslungenen Kreuzung teils exotischer Tiere. Und er litt an einer unheilbaren Krankheit, die schon zu weit fortgeschritten war. Es gab keine Möglichkeit mehr, sie zu heilen. Diese Krankheit hieß Ehrgeiz, und er würde daran sterben.
„Na, Chef! Was gibt’s Neues?“, fragte Paul lapidar.
„Maurus, Sie befinden sich in der günstigeren Position, diese Frage zu beantworten!“ Gregor Brandolf öffnete die Jacke seines wie stets in einem schlichten Grauton gehaltenen Anzugs und strich sich im Hinsetzen über die einen Farbton dunklere Krawatte.
„Sie haben recht, Chef. Der Gärtner war’s!“
„Was fällt Ihnen ein, Maurus?!“
„Sehr viel, Chef!“
„Ihr Humor, Maurus, ist wirklich bewundernswert. Obschon Sie wissen, dass Sie Ihre Assistenz nicht einem Akt der Nächstenliebe zu verdanken haben und ganz sicher nicht Ihrer Logik, die so löchrig ist wie Schweizer Käse, sondern einzig und allein der Gegebenheit, dass Ihr Vater vor seiner Pensionierung selbst Hauptkommissar war, geben Sie hier den Possenreißer!“ Mit Nachdruck warf er die grüne Dokumentenmappe, die er unter seinem rechten Oberarm hervorgezogen hatte, vor sich auf den Schreibtisch.
„Jeder tut das, was er am besten kann, Chef!“
„Das halte ich für ein Gerücht, Maurus!“
„Und ich halte es für eine Tatsache, dass Sie zum Lachen in den Keller gehen, Chef, und sich dabei noch eine Kapuze über den Kopf ziehen.“
„Ich werde jetzt genüsslich ein paar Zigaretten rauchen und mich derweil daran erfreuen, dass Sie, als Nichtraucher, ein Dienstzimmer mit mir teilen müssen.“ Sein Froschmaul verzog sich zu einem spöttischen Grinsen, während er den Rauch tief einsog. „Wie Sie sehen, Maurus, habe ich noch immer die Hoffnung, dass Sie vielleicht früher oder später den Dienst quittieren und endgültig aus meinem Dunstkreis verschwinden.“
„Ach, Chef. Geben Sie sich keine Mühe!“ Paul öffnete das Fenster und lehnte sich weit hinaus. „So leicht werden Sie mich nicht los!“
„Schade, Maurus. Wirklich, schade“, knurrte Brandolf, während er sich die nächste Kippe anzündete.
Paul blickte gedankenverloren auf den tristen Hinterhof des Polizeipräsidiums. Die Sonne blendete ihn und er schloss für einen Moment die Augen. Millionen wunderliche Neigungen gab es auf der Welt und ausgerechnet diese Marotte hatte sich Kommissar „Eifer“ zulegen müssen. Eine einzige Gemeinsamkeit teilten sie sich, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen: Auf keinen Fall würden sie jemandem die Hand schütteln. Kommissar „Eifer“ vermied grundsätzlich jeglichen Körperkontakt mit kriminellen Kreaturen. Streng genommen war jeder ein potenzieller Verdächtiger. Getreu seinem Leitsatz: Jeder hat eine Leiche im Keller! Paul Maurus hingegen war ein Hypochonder und wollte auf krank machende Keime verzichten.
„Wir haben einen Mord und treten mit unseren Ermittlungen auf der Stelle, Maurus!“
Paul schloss das Fenster, setzte sich an den eigenen, wesentlich kleineren Schreibtisch und schaute seinen Chef abwartend an.
„Also, Maurus, fassen Sie noch einmal zusammen, was wir bis jetzt haben!“ Er lehnte sich zurück und schloss die Augen.
„Die Klavierlehrerin Rosamunde Stichnote, geschiedene Schmidt, wurde in ihrem Musikzimmer, neben ihrem kostbaren Konzertflügel, den sie ausschließlich privat nutzte, ermordet aufgefunden.
Sie lag auf dem Fußboden und hatte die Tatwaffe, eine walnussfarbene Strumpfhose, Konfektionsgröße 40, noch um den Hals geschlungen. Neben ihr ein Schreiben mit ausgeschnittenen Zeitungsbuchstaben folgenden Inhalts: Nächte mit vorhergesagtem Perseidenregen! Sternschnuppen! Die kleinen Glücksbringer am Himmel, siehst du eine, hast du einen Wunsch frei! Auf dem Schreiben befanden sich keinerlei Fingerabdrücke, weder von der Ermordeten noch von dem Verfasser. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde dieses Schreiben erst neben das Opfer gelegt, nachdem es erdrosselt war. Der stadtbekannte Fotograf Jürgen Stein, der freischaffend für den „Kreisanzeiger“ tätig ist, hat uns verständigt, nachdem er Rosamunde Stichnote stranguliert aufgefunden hatte. Kurz zuvor war bei der Redaktionsassistentin ein Anruf von benannter Klavierlehrerin mit der Bitte um eine Aufnahme mit Text zwecks Werbung eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits tot. Demzufolge haben wir es mit einer Unbekannten zu tun, deren Identität noch immer ungeklärt ist. Meiner Überzeugung nach werden wir hinsichtlich dieser geheimnisvollen Anruferin auch weiterhin im Dunkeln tappen, Chef!“
„Maurus, verschonen Sie mich bitte mit Ihren fragwürdigen Auffassungen. Ich will nur Fakten, nichts als Fakten von ihnen hören!“
„Mit unseren Fakten als auch unserem Latein wären wir hiermit am Ende. Das Einzige, was wir zurzeit im Übermaß haben, sind Vermutungen, nichtssagende Mutmaßungen, die uns auf der Stelle treten lassen,
Chef!“
„Da haben Sie ausnahmsweise einmal recht, Maurus!“
„Chef, es freut mich aufrichtig, dass wir wenigstens einmal einer Meinung sind!“
„Nicht ganz, Maurus! Nicht ganz. Schließlich haben wir unseren Hauptverdächtigen, den überspannten Jürgen Stein, den man nicht umsonst hinter vorgehaltener Hand als Psychopathen belächelt. Etliche bezeichnen ihn weniger despektierlich und nennen ihn, seiner durchweg meisterhaften Aufnahmen wegen, denen notwendigerweise Hochachtung gebührt, auch den „Starfotografen“ der Stadt. Andere titulieren ihn als den „rasenden Reporter“, weil er vorwiegend während der Urlaubszeit den einen oder anderen Bericht über Themen schreibt, die ihm persönlich am Herzen liegen, wie zum Beispiel Misswahlen in Diskotheken. Dieser schmierige Schmalspurliebhaber, dessen Fingerabdrücke sich erwiesenermaßen auf der Eingangstür und dem Telefon des Opfers befanden, ist unser Täter, Maurus! Das sagt mir mein untrüglicher Instinkt!“ Er langte sich an seine fleischigen Nilpferdnüstern. „Ich muss ihm den Mord an Rosamunde Stichnote nur eindeutig nachweisen“, fügte er tatkräftig hinzu.
„Und genau das wird Ihnen nicht gelingen, Chef! Verstehen Sie mich nicht falsch, es widerstrebt mir, Sie zu belehren. Aber wir haben nicht das Geringste gegen Jürgen Stein, den Sie voreilig als Hauptverdächtigen schimpfen, in der Hand. Seine Fingerabdrücke untermauern lediglich seine Aussage, dass er die nicht verschlossene Tür geöffnet und nach dem Auffinden der
Ermordeten sofort die Polizei angerufen hat!“
„Für den Mord hat er Handschuhe getragen und sie dann verschwinden lassen, Maurus. Sie wissen doch, für so etwas habe ich ein Gespür!“ Er hatte sich regelrecht auf Jürgen Stein als mutmaßlichen Täter versteift. Um seine Laufbahn ambitioniert voranzutreiben, war ihm nahezu jedes Mittel recht. Er war von der Idee besessen, besser einen höchst fraglichen Killer zu präsentieren, als mit leeren Händen und ohne Plan dazustehen. Letzteres hätte den sicheren Verlust seines Prestiges bedeutet. Solch eine unverzeihliche Niederlage war indiskutabel als auch der Gipfelpunkt der dienstlichen wie privaten Katastrophen.
„Ohne Ihren Spürsinn anzweifeln zu wollen, Chef, glaube ich nicht, dass Jürgen Stein der Mörder ist. Meiner
Überzeugung nach ist er nicht fähig, jemanden zu töten!“
Paul sah Kommissar „Eifer“ in einer ihm so vertrauten Geste der Empörung mit den Fingern schnipsen. Er hörte sein „Verdammt“, noch bevor er es ausgesprochen hatte. „Maurus! Wachen Sie auf! Wo leben Sie eigentlich?! Nein! Ersparen Sie mir die Antwort. Ich weiß, worauf das hinausläuft, Pflanzenesser dieser Welt, verbrüdert euch! Nur weil dieser Kerl ein militanter Vegetarier ist, trauen Sie ihm keinen Mord zu!? Ihre Borniertheit stellt alles andere in den Schatten!“
„Bitte keine Beleidigungen, Chef!“
„Ja, weil Sie so zart besaitet sind, Maurus!“
„Genau, Chef! Und es würde nur wieder in einer Katastrophe gipfeln!“
„Maurus, ich bin auch nur ein Mensch. Sie sind so unbedarft, dass es schmerzt. Außerdem lebe ich mit der ständigen Sorge, dass Ihre Begriffsstutzigkeit auf mich abfärben könnte!“
„Chef, ich muss protestieren! Keine weiteren Erniedrigungen mehr oder ich sehe mich gezwungen …“
„Schon gut, Maurus! Bis vorhin lebte ich in dem Glauben, alle Demütigungen an Ihnen verbraucht zu haben … Und wo wir gerade beim Thema sind, während Sie heute Morgen wieder auf der faulen Haut gelegen haben und in Selbstmitleid zerflossen sind, habe ich fleißig Belastungsmaterial zusammengetragen. Nachdem ich in der Redaktion des „Kreisanzeiger“ erfahren hatte, dass sich unser „Paparazzo“ neuerdings auf der Suche nach „Freiwild“ befindet, habe ich mir kurzweg einen Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung besorgt und das hier sichergestellt!“ Er deutete auf die Mappe, die auf seinem Schreibtisch lag. „Dadurch, Maurus, werde ich noch heute ein Geständnis aus diesem Verrückten herauspressen! Allerdings kann es noch Stunden dauern, bis er auftaucht. Die in der Redaktion sind von mir angewiesen, ihn unverzüglich nach seinem Eintreffen hierhin zu schicken!“ Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr und rieb sich fröhlich die Hände. „Vorfreude ist die beste Freude, so wie Ausdauer stets belohnt wird. Demnach, Maurus, müssen Sie sich noch etwas gedulden, bis Sie wieder einmal mehr in den Genuss meiner subtilen Verhörtaktik kommen. Und lassen Sie sich gesagt sein, dass diese Methode mich auf der Karriereleiter unaufhaltsam nach oben katapultieren wird! Ganz im Gegensatz zu Ihnen!“ Ein selbstverliebtes Lächeln umspielte sein Froschmaul, während er den Knoten seiner Krawatte zurechtrückte und überheblich den Hals reckte.
„Der Einfachheit halber wäre es doch eine begrüßenswerte Aussicht, dass der Hauptverdächtige die Sache selbst in die Hand nimmt und auf eigene Faust den Schuldigen überführt. – Wie im Mordfall der Melinda Arbogast,“ seufzte Paul. „Es wäre alles so simpel, gäbe es nur mehr Menschen wie Eckehard Hunold …“
„Sie Weichpappe“, tobte Gregor Brandolf. „Was fällt Ihnen ein, diesen Dünnpfiff ventilierenden Kleinganoven Eckehard Hunold zu glorifizieren!? Ob es Ihnen passt oder nicht, Sie Einfaltspinsel, und wenn es Sie den Rest ihres Verstandes kostet, der Mörder ist Jürgen Stein! Punktum!“

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Leseprobe: Projekt Melancholia

Projekt Melancholia

Die Flammen leuchteten seltsam grünlich und ihre zuckenden Schatten vollführten an den Stämmen der umliegenden Bäume einen gespenstischen Tanz.
Was war das auf dem Holz?
Es war wesentlich kürzer als die geschichteten Stämme darunter und sah auch ganz und gar nicht nach Holz aus. Jost beugte sich vor und strengte seine Augen an, um durch die aufsprühende Glut etwas sehen zu können, da erschrak er plötzlich und duckte sich.
Seitlich des Feuers, etwas abseits, halb im Schatten, da war jemand! Keine 10 Meter entfernt von Jost.
Unbeweglich stand er neben einem Baum, nur seine Kleidung flatterte ganz leicht durch den Sog der stark lodernden Flammen. Dieses merkwürdige Gewand wirkte im weitesten Sinne kirchlich und doch irgendwie gruselig, so ähnlich, wie es Mitglieder des Ku-Klux-Klans trugen: Es war lang, reichte bis auf den Boden, und er hatte eine maskenartige Kapuze auf dem Kopf.
Doch das Ganze war nicht weiß, braun oder grau, es war grün. Ein geradezu teuflisches Grün, eine Farbe wie Gift.
Stechend. Noch viel intensiver als das unerklärliche Grün der Flammen.
Die Gestalt hatte Jost offensichtlich nicht bemerkt. Wie eine Statue stand sie da. Jost behielt sie ständig im Blick, während er weiter mehrere Meter durch das hohe Gras vorwärts kroch, Richtung Feuer. Er starrte wie gebannt auf den unheimlichen Maskierten. Die Schlitze in der
Kapuze spähten in die Flammen. Jost folgte ihnen und im nächsten, entsetzlichen Moment erfassten seine Augen, was da auf dem Holz lag, woran die Flammen fraßen:
Ein Mensch!
Der Körper teils mit Reisig bedeckt. Aufgebahrt zur Einäscherung. Und als ob dieser Anblick noch nicht schockierend genug gewesen wäre, durchfuhr Jost nun ein weiterer eiskalter Schauer, denn dieser Mensch war ein Kind – ein kleines Mädchen!