{"id":466,"date":"2021-02-13T13:46:28","date_gmt":"2021-02-13T12:46:28","guid":{"rendered":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/?p=466"},"modified":"2021-02-13T13:46:29","modified_gmt":"2021-02-13T12:46:29","slug":"leseprobe-fiona-untergrund-kristallwelten-saga-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/leseprobe-fiona-untergrund-kristallwelten-saga-11\/","title":{"rendered":"Leseprobe: Fiona &#8211; Untergrund (Kristallwelten-Saga 11)"},"content":{"rendered":"<p>Ich gehe zuerst in unser Zimmer, Katharina folgt mir und schlie\u00dft die T\u00fcr. Ich lasse mich r\u00fccklings auf das Bett fallen. Katharina bleibt kurz neben mir stehen, dann b\u00fcckt sie sich und zieht mir die Sandalen aus.<br \/>\n\u201eH\u00f6r zu\u201c, sagt sie dabei. \u201eIch wei\u00df, wie sehr dich alles triggert. Und ich verstehe das auch. Es ist nicht so, dass mir alles egal w\u00e4re. Mir fehlt Helena. Aber immer, wenn es mich runterziehen will, wenn es dunkel wird, denke ich an unseren Traum. An unseren gemeinsamen Traum. Ich glaube fest daran, dass in diesem Traum nicht nur Kian, sondern auch all die anderen einen Platz haben.\u201c<br \/>\nIch hebe den Kopf und starre sie an. Sie hockt neben dem Bett, die H\u00e4nde auf meine Knie gelegt und sieht mich an. Ihre Augen gl\u00e4nzen.<br \/>\n\u201eKomm her\u201c, fl\u00fcstere ich.<br \/>\nSie legt sich neben mich, streift die Schuhe ab und st\u00fctzt den Kopf in die Hand. Die freie Hand legt sie zwischen meine Br\u00fcste, mit der Spitze des Zeigefingers ber\u00fchrt sie meinen Mund.<br \/>\n\u201eDas glaube ich auch, Katharina.\u201c<br \/>\n\u201eDann lass uns bitte nur darauf konzentrieren. Bitte.\u201c<br \/>\n\u201eIst gut.\u201c<br \/>\nSie zieht erst mich, dann sich aus und dann kuscheln wir uns unter der Decke aneinander. Aus dem Nachbarzimmer h\u00f6re ich noch eine Schie\u00dferei, dann etwas mit \u201eInspektor Heller\u201c, bevor ich wegdrifte \u2026<br \/>\n\u2026 und aufschrecke.<br \/>\nDas Licht brennt noch. Nicht das gro\u00dfe, das haben wir gar nicht erst angemacht, nur die beiden Nachttischlampen. Katharina schl\u00e4ft mit dem R\u00fccken zu mir, ihr Kopf liegt auf meinem linken Arm. Ich sp\u00fcre ihren warmen Hintern an meinem Scho\u00df.<br \/>\nHabe ich was getr\u00e4umt? Ich wei\u00df nur noch, dass ich regelrecht aus dem Schlaf gerissen wurde, doch wovon eigentlich? Nebenan ist es still, was mich nicht wundert, nachdem ich den Kopf hebe und einen Blick auf die Uhr auf Katharinas Nachtschr\u00e4nkchen erhasche: halb drei.<br \/>\nSonst ist nicht viel zu h\u00f6ren. Jemand bewegt sich durch die K\u00fcche. Vielleicht Sarah, um zu naschen? Oder Loiker, um ihr was zum Naschen zu bringen? Ich bin immer noch irritiert, dass die beiden zueinander gefunden haben. Eine Zeit lang dachte ich echt, Ona w\u00fcrde ihn rumkriegen. Auch wenn ich sie f\u00fcr zu jung halte, aber letztlich ist sie geistig bedeutend weiter als 15-J\u00e4hrige in meiner Heimatwelt. Kein Wunder bei dem, was sie schon erlebt hat.<br \/>\nPl\u00f6tzlich poltert etwas. Warum macht sie oder er kein Licht an? Sollen etwa alle wach werden?<br \/>\nDann ein unterdr\u00fcckter Schrei.<br \/>\nVerdammt, irgendetwas stimmt hier nicht. Das ist keine Nachtwanderung zum K\u00fchlschrank. Zumal es wieder poltert, als w\u00fcrde jemand auf den Boden fallen.<br \/>\nAuch Katharina wird jetzt wach, hebt den Kopf und sieht mich schlaftrunken an.<br \/>\n\u201eWas ist das denn f\u00fcr ein L\u00e4rm?\u201c<br \/>\nStatt einer Antwort ziehe ich meinen Arm unter ihr hervor und springe aus dem Bett, zumal ich h\u00f6re, dass auch andere aktiv werden. Ich streife das Kleid \u00fcber und packe meine Pistole. Vor der T\u00fcr begegne ich Ona, die ein T-Shirt tr\u00e4gt. Und ihre Pistole.<br \/>\n\u201eDas kam von nebenan\u201c, sagt sie.<br \/>\nIch nicke, w\u00e4hrend auch Katharina wach wird. Ona und ich st\u00fcrmen aus dem Appartement, durch die gemeinsame K\u00fcche und in das andere Appartement. Dessen T\u00fcr offensteht.<br \/>\nIn der T\u00fcr des Zimmers von Thomas und Lea steht Letztere in einem Nachthemd und zeigt auf die andere Schlafzimmert\u00fcr. Diese ist ebenfalls offen und ein fremder Mann stolpert gerade raus, mit einem Messer in der Hand. Thomas folgt ihm, mit einer Nachttischlampe bewaffnet.<br \/>\nDer Fremde sieht uns nicht, er steht mit dem R\u00fccken zu uns. Ich springe vor und schlage den Pistolengriff gegen seinen Kopf. Ich treffe richtig, er f\u00e4llt wie vom Blitz getroffen um.<br \/>\nThomas f\u00e4hrt herum und st\u00fcrmt wieder in das Schlafzimmer, bleibt dann aber stehen.<br \/>\n\u201eAlles okay\u201c, sagt er, an mich gewandt.<br \/>\nIch folge ihm, hinter mir Ona und Katharina. Im Zimmer sind noch zwei weitere Fremde, beide etwas ramponiert. Auf einem sitzt die nackte Sarah und h\u00e4lt seinen Arm auf den R\u00fccken gedreht. In einem sehr ungesund wirkenden Winkel. Das k\u00f6nnte f\u00fcr die seltsame Apathie des Kerls urs\u00e4chlich verantwortlich sein. Vielleicht aber auch die Wunde an der Schl\u00e4fe.<br \/>\nDer andere liegt vor dem etwas in Mitleidenschaft gezogenen Kleiderschrank. Loiker, ebenfalls nackt, kauert neben ihm und durchsucht ihn. Er bef\u00f6rdert eine Pistole zum Vorschein. Ein Messer liegt bereits auf dem Boden, es k\u00f6nnte sein, dass es sich bis vor Kurzem noch in der offensichtlich gebrochenen Hand des Mannes befunden hat.<br \/>\n\u201eWas zum Teufel ist hier denn los?\u201c, erkundige ich mich.<br \/>\n\u201eJemand hat versucht, Loiker zu entf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Sarah.<br \/>\n\u201eLoiker entf\u00fchren?\u201c Ich wirke vermutlich nicht sehr intelligent. In dem hastig \u00fcbergestreiften Kleid und mit der Pistole in der Hand sowieso nicht. Aber am schlimmsten ist meine \u00fcberfl\u00fcssige Frage.<br \/>\n\u201eAnscheinend haben wir jemanden nerv\u00f6s gemacht\u201c, bemerkt Katharina. Sie tr\u00e4gt auch ein T-Shirt, wie Ona. Und nat\u00fcrlich ihre Pistole. Bewundernswert, wie gut unser innerer Alarm funktioniert. Die Waffe war allen wichtiger als die Kleidung. Okay, Loiker und Sarah hatten vermutlich gar nicht erst die Wahl.<br \/>\nLoiker zieht jetzt Jeans an, was Ona einen bedauernden \u201eOh\u201c entlockt, Thomas l\u00f6st Sarah ab, damit diese sich auch etwas anziehen kann. Erst ein T-Shirt, das aber eindeutig zu kurz ist, also nimmt sie einen Schl\u00fcpfer hinzu.<br \/>\nDabei muss ich unwillk\u00fcrlich daran denken, dass nur Ona sie nicht nackt kennt. Und so.<br \/>\nSchei\u00dfe. Daran will ich jetzt grad \u00fcberhaupt nicht denken.<br \/>\nUm mich abzulenken, gehe ich nach drau\u00dfen. Jemand muss au\u00dferdem die Polizei in Empfang nehmen, und ich habe noch die vollst\u00e4ndigste Kleidung.<br \/>\nWelche Polizei?<br \/>\nHimmlisch, diese Ruhe. Hm. Ich gehe nochmal rein, um meine Zigaretten zu holen. Katharina gesellt sich zu mir. Sie sieht verwirrt aus.<br \/>\n\u201eFinde den Fehler\u201c, sagt sie.<br \/>\n\u201eDie Leute hier haben anscheinend einen gesunden Schlaf\u201c, erwidere ich.<br \/>\n\u201eUnglaublich gesund.\u201c Sie zeigt auf das Hauptgeb\u00e4ude, dessen Eingang sich in der N\u00e4he befindet. \u201eDas kann der Empfang nicht \u00fcberh\u00f6rt haben.\u201c<br \/>\n\u201eWas sagt uns das?\u201c<br \/>\n\u201eDas wir uns mit dem Empfangschef unterhalten sollten.\u201c<br \/>\nIch nicke und z\u00fcnde zwei Zigaretten an. Eine gebe ich ihr. Sie z\u00f6gert nur kurz, bevor sie sie nimmt.<br \/>\n\u201eIch wei\u00df nicht\u201c, sage ich. \u201eIrgendwas ist hier extrem faul.\u201c<br \/>\n\u201eWie Schwefel.\u201c<br \/>\nIch muss kurz lachen. Gerade sie redet von Schwefel, wenn es um Faules geht? Okay, gerade sie. Trotzdem witzig.<br \/>\n\u201eAlso, unsere Jungs h\u00f6ren sich, mehr oder weniger unauff\u00e4llig, in einer Schwulenbar herum, daraufhin sollen sie entf\u00fchrt werden.\u201c<br \/>\n\u201eBeide?\u201c<br \/>\nIch zucke die Achseln. \u201eVielleicht auch nur einer, um herauszufinden, was sie wollen. Sorry, drei M\u00e4nner klettern in ein Appartement? In dem vier Leute schlafen? Was sagt uns das?\u201c<br \/>\n\u201eDass sie sich relativ wenig Sorgen \u00fcber Konsequenzen machen. Wie die Mafia.\u201c<br \/>\n\u201eGenau. In was f\u00fcr eine Schei\u00dfe sind wir da schon wieder geraten?\u201c<br \/>\n\u201eIn die \u00fcbliche. Ich meine, es war ja klar, dass es nicht so einfach sein kann, hast du ja selbst gesagt.\u201c<br \/>\nIch mustere sie. \u201eH\u00e4tte ich es blo\u00df nicht gesagt. Ich habe keine Lust, mich mit der Mafia anzulegen. Nicht in diesem Zustand. Wenn es ganz schlimm kommt, erinnern sich einige an mich.\u201c<br \/>\n\u201eDu bist denen auf die F\u00fc\u00dfe getreten?\u201c<br \/>\n\u201eNur ganz sanft. Sie haben meistens nicht das Gleichgewicht gest\u00f6rt, jedenfalls nicht das, um das ich mich k\u00fcmmern sollte. Hi, Thomas. Willst du auch eine Zigarette?\u201c<br \/>\n\u201eKommt mit\u201c, erwidert er.<br \/>\nOh, oh. Nicht gut. Vielleicht will ich doch lieber die Mafia haben.<br \/>\nEr f\u00fchrt uns zu dem Entf\u00fchrer, der mit gebrochenem Arm auf dem Bett liegt. Sarah sitzt neben ihm, als wir reinkommen, zieht sie seine Lippen auseinander.<br \/>\n\u201eVerdammte Schei\u00dfe!\u201c, entf\u00e4hrt es mir, als ich die Vampirz\u00e4hne sehe. \u201eIch denke, hier gibt es keine Magie!\u201c<br \/>\n\u201eGibt es auch nicht\u201c, erkl\u00e4rt Thomas. \u201eEr ist vorhin an einem Herzinfarkt gestorben. Unabh\u00e4ngig davon war er ein Vampir, ich kann das Blut riechen. Aus seinem Maul. Die anderen beiden \u00fcbrigens auch. Vampire ohne besondere Kr\u00e4fte.\u201c<br \/>\n\u201eDas ist ja wie ein schlechter Witz\u201c, sagt Katharina.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gehe zuerst in unser Zimmer, Katharina folgt mir und schlie\u00dft die T\u00fcr. Ich lasse mich r\u00fccklings auf das Bett fallen. Katharina bleibt kurz neben mir stehen, dann b\u00fcckt sie sich und zieht mir die Sandalen aus. \u201eH\u00f6r zu\u201c, sagt sie dabei. \u201eIch wei\u00df, wie sehr dich alles triggert. Und ich verstehe das auch. Es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":457,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_angie_page":false,"page_builder":"","footnotes":""},"categories":[13,14],"tags":[67,45,22],"class_list":["post-466","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kristallwelten-saga","category-leseproben","tag-mafia","tag-magie","tag-vampire"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=466"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":467,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466\/revisions\/467"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/media\/457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}