{"id":2772,"date":"2026-02-20T15:00:14","date_gmt":"2026-02-20T14:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/?p=2772"},"modified":"2026-02-20T15:03:42","modified_gmt":"2026-02-20T14:03:42","slug":"leseprobe-fiona-gefangen-die-kristallwelten-saga-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/leseprobe-fiona-gefangen-die-kristallwelten-saga-17\/","title":{"rendered":"Leseprobe: Fiona &#8211; Gefangen (Die Kristallwelten-Saga 17)"},"content":{"rendered":"<p>Eine willkommene Abwechslung ist auch Kellys Anruf am sp\u00e4teren Nachmittag.<br \/>\n\u201eWer ist Doda?\u201c, fragt sie, ohne zu gr\u00fc\u00dfen. Ach ja, ich hatte noch gar keine Gelegenheit, ihr die Ereignisse der letzten Nacht zu erz\u00e4hlen. Also hat sie es von Fiona erfahren. Warum sie dann mich anruft, verstehe ich allerdings nicht.<br \/>\n\u201eDen Namen m\u00fcsstest du eigentlich kennen\u201c, erwidere ich.<br \/>\n\u201eKorrekt. Aus dem anderen Universum. Aber hier?\u201c<br \/>\n\u201eKann Fiona dir das nicht erkl\u00e4ren?\u201c Ich bin irritiert.<br \/>\n\u201eBis zu ihr kam ich gar nicht.\u201c<br \/>\n\u201eBis zu ihr bist du nicht gekommen? Kelly, was zum Teufel ist los?\u201c<br \/>\nKatharina steht weiter entfernt hinter der Theke, aber jetzt schaut sie hoch und beobachtet mich.<br \/>\n\u201eVier M\u00e4nner haben versucht, mich zu Doda zu bringen.\u201c Fuck! \u201eSie hielten mich wohl f\u00fcr ein gef\u00e4hrliches Dschungelwesen, sie haben mir einen Bet\u00e4ubungspfeil verpasst. Als ich zu mir kam, lag ich in einem Van. Jetzt liegt der Van mitten in der W\u00fcste auf der Seite und nach freundlicher Befragung laberte einer was von Doda und einem Jungen. Was zum Teufel habe ich verpasst?!\u201c<br \/>\nIch gehe zur Theke und lasse Katharina mith\u00f6ren. \u201eDas war letzte Nacht, wir haben uns seitdem nicht gesehen. Pass auf, bleib da, wir holen dich ab und fahren dann weiter zu Doda, um es zu kl\u00e4ren. Was ist mit den M\u00e4nnern?\u201c<br \/>\n\u201eNa ja, weder der Unfall noch meine Gegenwehr hat ihnen gutgetan, aber mindestens einer lebt noch. Mehr oder weniger. Soll ich ihn auch t\u00f6ten?\u201c<br \/>\n\u201eEgal. Wir sind gleich da.\u201c<br \/>\nKatharina sieht mich fragend an. \u201eDoda hat vier M\u00e4nner losgeschickt, um sie zu entf\u00fchren. Mit einem Bet\u00e4ubungspfeil haben sie sie erst au\u00dfer Gefecht gesetzt, aber ihnen war nicht klar, mit wem sie es zu tun haben.\u201c<br \/>\n\u201eOh, oh.\u201c<br \/>\n\u201eGenau.\u201c<br \/>\nWir kl\u00e4ren mit Lily, dass wir dringend weg m\u00fcssen und sie das Abschlie\u00dfen leitet. Sie kann das, sie ist seit fast zehn Jahren dabei und richtig fit darin, das Bistro zu f\u00fchren, auch wenn wir mal nicht da sind.<br \/>\nWie zum Beispiel jetzt.<br \/>\n\u201eKlar, aus seiner Sicht nur folgerichtig\u201c, bemerkt Katharina, als wir im Auto sitzen.<br \/>\nIch nicke, dann rufe ich Fiona an.<br \/>\n\u201eHi Fiona\u201c, meldet sie sich.<br \/>\n\u201eAuch hi. Bist du zu Hause?\u201c<br \/>\n\u201eJa. Was &#8230;\u201c<br \/>\n\u201eWir sind gleich da. Doda hat Kelly entf\u00fchrt. Details nachher.\u201c<br \/>\n\u201eOkay.\u201c<br \/>\nDas liebe ich an Leuten wie ihr. In so einer Situation kein unn\u00f6tiges Gequatsche, sondern Handeln. Da sie ist wie ich, wei\u00df sie, dass es akut keine Gefahr gibt, sonst h\u00e4tte meine Stimme anders geklungen. Aber es gibt Handlungsbedarf.<br \/>\n\u201eIhr versteht euch wirklich\u201c, stellt Katharina fest.<br \/>\n\u201eDu bist jetzt aber nicht eifers\u00fcchtig?!\u201c<br \/>\n\u201eAuf wen denn, Fiona?\u201c<br \/>\nDamit bringt sie mich zum Lachen. Kurz.<br \/>\nFiona steht bereits an der Stra\u00dfe. Sie will erst vorne einsteigen, bemerkt aber Katharina schnell und nimmt den Sitzplatz hinter ihr. Ich gebe Gas.<br \/>\n\u201eWie k\u00f6nnen Menschen jemanden wie Kelly entf\u00fchren?\u201c, erkundigt sie sich.<br \/>\n\u201eMit einem Bet\u00e4ubungspfeil.\u201c<br \/>\n\u201eUps. Und wo ist sie jetzt? Hat Doda sich gemeldet?\u201c<br \/>\n\u201eDoda war heute Morgen da und war ziemlich sauer. Aber jetzt hat Kelly selbst angerufen. Sie wurde auf halbem Weg wach und hat den Van auseinandergenommen.\u201c<br \/>\n\u201eBraves M\u00e4dchen.\u201c Ich sehe im Spiegel, dass Fiona zufrieden l\u00e4chelt. \u201eUnd was haben wir vor?\u201c<br \/>\n\u201eWir kl\u00e4ren die Angelegenheit mit Doda ein f\u00fcr allemal.\u201c<br \/>\n\u201eOh ja, cool. Darf ich das machen?\u201c<br \/>\n\u201eFiona, ich sagte kl\u00e4ren, nicht alle t\u00f6ten.\u201c<br \/>\nSie macht die Schnute.<br \/>\n\u201eWir wenden nur Gewalt an, wenn es unbedingt sein muss\u201c, f\u00fcge ich hinzu. \u201eSchaffst du das?\u201c<br \/>\nSie seufzt. \u201eIch gebe mein Bestes.\u201c<br \/>\nKatharina dreht sich zu ihr um. \u201eDoda produziert sehr, sehr viel Kunstblut f\u00fcr die Vampire. Das rettet sehr, sehr vielen Menschen das Leben. Es ist wichtig, dass sich daran nichts \u00e4ndert.\u201c<br \/>\n\u201eIch habe es verstanden.\u201c<br \/>\n\u201eGut.\u201c<br \/>\nFiona ist etwas angepisst. Aber Katharina hat recht und es ist wichtig, dass Fiona das versteht. Sie ist wie eine scharf gemachte Granate, eine falsche Bewegung und alles geht in die Luft. Da m\u00f6chte ich nicht in der N\u00e4he sein. Niemand darf in der N\u00e4he sein, wenn das passieren sollte. Am besten passiert es gar nicht.<br \/>\nAuf der Stra\u00dfe zur W\u00fcstenstadt herrscht kaum Verkehr. Eigentlich ist der Van das erste Auto, das wir sehen. Er liegt auf der Seite im Sand neben der Stra\u00dfe, Kelly hockt auf ihm und macht irgendetwas mit ihrem Handy. Sie schaut erst auf, als wir daneben anhalten.<br \/>\n\u201eWarum hat das so lange \u2026 Ah, ihr habt Fiona abgeholt. Na gut.\u201c<br \/>\nSie springt vom Van und steigt hinter mir ein. Ich gebe wieder Gas.<br \/>\n\u201eInteressiert uns gar nicht, wie es den Leuten im Van geht?\u201c, fragt Fiona.<br \/>\n\u201eNein\u201c, antworte ich.<br \/>\n\u201eOkay.\u201c<br \/>\nKelly ber\u00fchrt von hinten meine Schulter. \u201eMama, wieso Doda?\u201c<br \/>\n\u201eWir waren gestern auf einer \u2026 Mission, Fiona und ich, die f\u00fchrte uns in eine vom Vampiren betriebene Bar in den Katakomben. Das eigentliche Anliegen war schnell gekl\u00e4rt, aber da war noch ein Junge, der ist aus der W\u00fcstenstadt abgehauen. Ungef\u00e4hr 10. Er wurde anscheinend heftig geschlagen, nicht nur einmal. Also lie\u00df ich Doda ausrichten, dass der Junge nicht zur\u00fcckkommt.\u201c<br \/>\n\u201eJa\u201c, nickt Fiona zufrieden.<br \/>\nKelly wirft ihr einen kurzen, irritierten Blick zu. \u201eUnd wo ist er jetzt?\u201c<br \/>\n\u201eBei einer Bekannten von Margret, zun\u00e4chst. Doda war dann heute im Bistro und hat omin\u00f6se Drohungen hinterlassen. Anscheinend ist er der Meinung, dich zu entf\u00fchren, w\u00e4re ein gerechter Ausgleich.\u201c<br \/>\n\u201eAha. Nicht ganz die Art, wie ich ihn kennenlernen wollte.\u201c<br \/>\n\u201eIhn?\u201c, fragt Katharina.<br \/>\n\u201eNa, ihn halt. Nat\u00fcrlich nicht ihn genau, aber f\u00fcrs Kennenlernen ist das doch egal.\u201c<br \/>\nDas ist wohl wahr. Ich kann es jedenfalls nachvollziehen.<br \/>\nVor uns taucht die Stadt auf. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt mittendurch, also folgen wir ihr. Obwohl wir diesmal nicht davon ausgehen k\u00f6nnen, dass sie uns nicht t\u00f6ten wollen, fahren wir beherzt bis zur Mitte. Dort halte ich vor dem Brunnen.<br \/>\n\u201eAlles genauso\u201c, sagt Katharina und deutet auf ein Garagentor. \u201eDas k\u00f6nnen wir nehmen, da kennen wir den Weg.\u201c<br \/>\n\u201eOkay\u201c, nicke ich und steige aus, innerlich darauf vorbereitet, von einer Salve aus einer Maschinenpistole empfangen zu werden. Aber nichts geschieht. Dabei haben die unsere Ankunft garantiert mitbekommen.<br \/>\nAuch gut. Ich spaziere, gefolgt von den Anderen, zum bereits bekannten Garagentor und \u00f6ffne es. Muss nicht einmal Gewalt anwenden, es ist nicht abgeschlossen. Ich gehe durch in den Korridor und weiter.<br \/>\n\u201eMan merkt, dass ihr euch hier auskennt\u201c, stellt Kelly hinten fest.<br \/>\n\u201eNur dass wir diesmal keine Angst davor haben m\u00fcssen, t\u00f6dlich verletzt zu werden\u201c, erwidert Katharina. \u201eDas war echt beschissen.\u201c<br \/>\n\u201eJa\u201c, sage ich und halte an. Wir haben das Wohnzimmer erreicht. Anscheinend ist das Dodas Lieblingsplatz, Eindringlinge zu empfangen, denn er sitzt auf dem Sofa, umringt von seinen Leuten, die ihre Waffen auf uns richten.<br \/>\n\u201eDie sind mit Visz-Geschossen geladen\u201c, sagt er zur Begr\u00fc\u00dfung.<br \/>\n\u201eOh je\u201c, erwidere ich. \u201eWenn ich mir in die Hose mache, hast du bestimmt Wechselw\u00e4sche f\u00fcr mich, oder?\u201c<br \/>\nKelly starrt mich erstaunt an. Sie hat mich halt nicht so oft in derartigen Situationen erlebt. Katharina schon, ihr sieht man nichts an. Fiona auch nicht, aber die w\u00fcrde genauso reagieren, von daher ist sie nicht \u00fcberrascht.<br \/>\n\u201eDu bist verr\u00fcckt\u201c, teilt mir Doda mit.<br \/>\n\u201eDas stimmt\u201c, best\u00e4tige ich, dann hole ich mir einen Stuhl von der Essgruppe, stelle ihn vor Doda ab und setze mich darauf. \u201eWas hat dich eigentlich glauben lassen, du k\u00f6nntest meine Tochter einfach so entf\u00fchren?\u201c<br \/>\n\u201eWir haben sie bet\u00e4ubt und &#8230;\u201c<br \/>\n\u201eDie Dosis war mit Abstand zu niedrig\u201c, unterbricht ihn meine Tochter, die zu mir kommt und hinter mir stehen bleibt. \u201eDer Van und drei deiner M\u00e4nner sind dadurch unbrauchbar geworden, vielleicht auch vier. Das war sehr dumm.\u201c<br \/>\n\u201eDumm?\u201c Doda ist eitel, ich wei\u00df das, Kelly noch nicht.<br \/>\n\u201eSagen wir, dir fehlen einige relevante Informationen\u201c, gehe ich also dazwischen. \u201eZum Beispiel, wer wir eigentlich sind. Daher war es tats\u00e4chlich un\u00fcberlegt, Kelly zu entf\u00fchren. Das Ergebnis siehst du ja. Oder w\u00fcrdest du das als Erfolg bezeichnen?\u201c<br \/>\n\u201eIhr seid hier\u201c, sagt er.<br \/>\n\u201eDas ist wohl wahr. Nur ist das kein Erfolg. Der einzige Grund, warum ich diese Stadt nicht zerst\u00f6re, ist der, dass ich die Versorgung mit Kunstblut f\u00fcr sehr wichtig halte. Aber wenn du zu weit gehst, lasse ich diese Bedenken fallen.\u201c<br \/>\n\u201eDie Stadt zerst\u00f6ren? Du?\u201c<br \/>\n\u201eJa, kein Problem. Was glaubst du, wieso wir seelenruhig hier reinspazieren, obwohl wir wissen, dass wir erwartet werden? Uns f\u00fcr so bl\u00f6d zu halten, ist eine echte Beleidigung.\u201c<br \/>\n\u201eOkay, angenommen, du h\u00e4ttest wirklich so besondere Kr\u00e4fte, von denen ich noch nie geh\u00f6rt habe, w\u00fcrden wir euch trotzdem mit den Visz-Geschossen erledigen.\u201c<br \/>\nIch sch\u00fcttel langsam und l\u00e4chelnd den Kopf.<br \/>\n\u201eDu bluffst. Ich habe nur einen gekannt, den Zauberer Zamon, der so m\u00e4chtig w\u00e4re.\u201c<br \/>\n\u201eZamon wusste von mir, er hat mich erw\u00e4hnt.\u201c<br \/>\n\u201eAch ja? Und was hat er gesagt?\u201c<br \/>\n\u201eEr sprach von mir wie von jemandem, der weit m\u00e4chtiger ist als er. Das muss gen\u00fcgen. Entweder du glaubst es oder du glaubst es nicht, jedenfalls bis ich mich gezwungen sehe, es zu beweisen. Deine Entscheidung. Es ist auch deine Entscheidung, ob du weiter versuchst, Johnny zur\u00fcckzubekommen. Falls du es aber tust, werde ich daf\u00fcr sorgen, dass es aufh\u00f6rt. Was meinst du dazu?\u201c<br \/>\nEr starrt mich zuerst ungl\u00e4ubig an. Dann nachdenklich. Ist ja auch bl\u00f6d. Wenn ich recht habe und die Wahrheit sage, kann er es sich nicht leisten, mich zu provozieren. Aber wenn ich nur bluffe?<br \/>\n\u201eW\u00e4rst du wirklich so m\u00e4chtig, w\u00fcrdest du nicht hier sitzen\u201c, sagt er finster.<br \/>\n\u201eIch sitze ja auch nicht wegen dir hier, sondern wegen der Menschen, deren Leben du mit dem Blut rettest.\u201c<br \/>\n\u201eDu k\u00f6nntest ja auch die Vampire vernichten.\u201c<br \/>\n\u201eDas stimmt, aber warum sollte ich das tun?\u201c<br \/>\nDas beruhigt ihn wahrscheinlich nicht. Soll ich es darauf ankommen lassen oder lieber demonstrieren, warum er mir besser glaubt? Ginge es darum, meine sadistische Ader zu befriedigen, w\u00fcrde ich ihn schmoren lassen. Aber deswegen bin ich nicht hier.<br \/>\nIch mache eine Bewegung mit der Hand, woraufhin alle M\u00e4nner ihre Waffe auf sich selbst richten. Die Waffen lassen sich auch nicht davon abbringen, au\u00dfer, wenn die M\u00e4nner sie loslassen, dann fallen sie einfach auf den Boden. Das tun sie auch, einer nach dem anderen.<br \/>\nIch schaue Doda l\u00e4chelnd an. \u201eWillst du es darauf ankommen lassen?\u201c<br \/>\nIn seinem Gesicht arbeitet es heftig. Er ist ein stolzer Mann, diese Situation dem\u00fctigt ihn durch und durch.<br \/>\n\u201eNein\u201c, sagt er schlie\u00dflich gepresst.<br \/>\n\u201eGut. L\u00e4sst du uns in Ruhe, lassen wir dich auch in Ruhe. Eine Sache w\u00fcrde ich allerdings gerne noch wissen.\u201c<br \/>\n\u201eWas denn?\u201c<br \/>\n\u201eWieso hast du den Jungen geschlagen?\u201c<br \/>\n\u201eWer sagt denn, dass ich das war?\u201c<br \/>\n\u201eWarst du es?\u201c<br \/>\nEr z\u00f6gert. \u201eJa. Nachdem Martin gestorben ist, habe ich mich um ihn gek\u00fcmmert, und mir fehlt manchmal die Geduld f\u00fcr so ein Kind.\u201c<br \/>\nFuck! Hat er gerade Martin gesagt? Ich sp\u00fcre, dass auch Kelly sich anspannt. Katharina sowieso.<br \/>\n\u201eSein Vater hie\u00df Martin?\u201c<br \/>\n\u201eJa, Martin Goober, meine rechte Hand. Wieso?\u201c<br \/>\n\u201eNichts weiter\u201c, murmele ich. Er k\u00f6nnte es nicht verstehen.<br \/>\nAber verdammte Schei\u00dfe, Johnny ist Kellys genetischer Bruder! Na toll!<br \/>\nIch zwinge mich zur Ruhe und erhebe mich. \u201eIch denke, wir haben alles besprochen und werden jetzt gehen. Falls wir uns nie wiedersehen, hast du alles richtig gemacht.\u201c<br \/>\nNiemand wirkt traurig, als wir gehen. Im Auto ist es still. Ich fahre um den Brunnen herum und gebe Gas. Ich glaube, auf diesem Wege habe ich die W\u00fcstenstadt noch nie verlassen.<br \/>\n\u201eEr ist mein Bruder\u201c, sagt Kelly pl\u00f6tzlich.<br \/>\n\u201eMartin Goober ist dein Vater?\u201c, erkundigt sich Fiona.<br \/>\n\u201eJa\u201c, best\u00e4tige ich.<br \/>\n\u201eJetzt habe ich zwei Halbbr\u00fcder, die nicht miteinander verwandt sind\u201c, f\u00e4hrt Kelly fort. \u201eDas muss man erst einmal k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\n\u201eHast du gut gemacht\u201c, sagt Fiona.<br \/>\n\u201eHalt die Klappe!\u201c<br \/>\n\u201eWolltest du nicht gelobt werden?\u201c<br \/>\n\u201eNein!\u201c<br \/>\n\u201eSorry. Halt mal an, Fiona.\u201c<br \/>\n\u201eWieso?\u201c<br \/>\n\u201eIch traue dem Ganzen nicht. Ich werde zur\u00fccklaufen und die Stadt beobachten.\u201c<br \/>\n\u201eWir sind doch schon eine Weile gefahren!\u201c<br \/>\n\u201eKein Problem, ich muss eh den Kopf freikriegen.\u201c<br \/>\nNa gut. Ihre Sache. Ich halte also mitten auf der Stra\u00dfe an. Sie verabschiedet sich l\u00e4chelnd und verspricht, sofort anzurufen, wenn sich etwas tut, was f\u00fcr uns wichtig sein k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine willkommene Abwechslung ist auch Kellys Anruf am sp\u00e4teren Nachmittag. \u201eWer ist Doda?\u201c, fragt sie, ohne zu gr\u00fc\u00dfen. Ach ja, ich hatte noch gar keine Gelegenheit, ihr die Ereignisse der letzten Nacht zu erz\u00e4hlen. Also hat sie es von Fiona erfahren. 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