{"id":1582,"date":"2022-07-05T13:52:09","date_gmt":"2022-07-05T11:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/?p=1582"},"modified":"2022-07-05T13:52:11","modified_gmt":"2022-07-05T11:52:11","slug":"leseprobe-fiona-finsternis-die-kristallwelten-saga-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/buch-ist-mehr.de\/zsoltmajsai\/leseprobe-fiona-finsternis-die-kristallwelten-saga-14\/","title":{"rendered":"Leseprobe: Fiona &#8211; Finsternis (Die Kristallwelten-Saga 14)"},"content":{"rendered":"<p>Aufwachen. Wichtigste Frage: Wer bin ich \u00fcberhaupt? Und wo? Nach einigen Sekunden f\u00e4llt mir mein Name ein. Fiona. Das ist gut. Ich liege auf jeden Fall in einem Bett. Auf der linken Seite. Die Hand, die ich sehe, m\u00fcsste meine rechte sein. Klar, der linke Arm inklusive Hand befindet sich hinter meinem R\u00fccken. Ein bisschen verdreht liege ich also schon, aber das ist gar nicht so ungew\u00f6hnlich. Und dass ich mich daran erinnere, ist ein Beweis daf\u00fcr, dass ich tats\u00e4chlich wach werde. Mir f\u00e4llt auch ein, wo ich mich befinde. Im Bett in unserer Suite. Und ich bin angezogen. Okay, es ist eine Art Hausanzug. Ich war zu m\u00fcde, um ihn auszuziehen, au\u00dferdem hat sich Kian zwischen uns gelegt. Aber vor allem war ich m\u00fcde.<br \/>\nIch hebe den Kopf und sehe mich um. Kian sitzt am Fu\u00dfende und h\u00e4lt zwei Tassen in den H\u00e4nden.<br \/>\n\u201eCappuccino oder Cappuccino?\u201c, fragt er.<br \/>\nIch drehe den Kopf weiter und erkenne Katharina, die sich langsam aufsetzt.<br \/>\n\u201eIch nehme Cappuccino. Was nimmst du, Sch\u00e4tzchen?\u201c<br \/>\nVerflucht, wieso sind alle schon so wach, nur ich nicht? Ach ja, ich bin schwanger. Hallo, Kelly, bist du denn schon wach? Da keine Antwort kommt, gehe ich davon aus, dass sie noch schl\u00e4ft. Ich drehe mich auf den R\u00fccken und setze mich auch auf, ziehe die Knie an.<br \/>\n\u201eIch nehme auch einen Cappuccino &#8230;\u201c<br \/>\n\u201eIch wusste, was ihr haben wollen wollt\u201c, sagt Kian stolz.<br \/>\n\u201eCool\u201c, erwidert Katharina. \u201eSoll ich die Tassen holen?\u201c<br \/>\n\u201eNicht n\u00f6tig.\u201c Er l\u00e4sst die Tassen los, die zu uns schweben. Ich nehme meine und sehe Katharina an, die sich ihre bis an den Mund liefern l\u00e4sst und erst dort danach greift.<br \/>\n\u201eIrgendwann trinkst du bestimmt auch noch f\u00fcr uns\u201c, murmele ich.<br \/>\nEr verzieht das Gesicht. \u201eBestimmt nicht. Schmeckt mir nicht! Und jetzt gehe ich spielen!\u201c<br \/>\n\u201eMit Lea?\u201c, fragt Katharina.<br \/>\n\u201eMit Lea, Reem und Sam!\u201c, antwortet er beim Hinausrennen.<br \/>\n\u201eOh Gott &#8230;\u201c<br \/>\nKatharina lacht auf. \u201eDu bist ja ganz sch\u00f6n neben der Spur. Hast du was getr\u00e4umt?\u201c<br \/>\n\u201eWenn ich das w\u00fcsste &#8230;\u201c Ich halte mich an meiner Tasse fest, die leichter wird, weil ich daraus trinke. \u201eWar es nur ein Traum oder ist es Wirklichkeit, dass Drachenkind gesagt hat, wir m\u00fcssen die Seelen dieses Universums finden und befreien?\u201c<br \/>\n\u201eKein Traum.\u201c<br \/>\n\u201eOh Schei\u00dfe.\u201c<br \/>\n\u201eSch\u00e4tzchen, wir haben Garoan gefunden und abgeliefert, obwohl es eigentlich unm\u00f6glich war. Ein paar Trilliarden Seelen k\u00f6nnen sich nicht einfach so verstecken.\u201c<br \/>\n\u201eIn der Verborgenen Welt? Klar k\u00f6nnen sie das.\u201c<br \/>\n\u201eOkay, das erh\u00f6ht den Schwierigkeitsgrad etwas. Trink deinen Cappuccino.\u201c<br \/>\n\u201eUnd dann?\u201c<br \/>\n\u201eDann bringen wir uns gegenseitig zum Schreien, wie schon lange nicht mehr.\u201c<br \/>\nKlingt nach einem echt guten Plan. Ich trinke hastig meinen Cappuccino und stelle die leere Tasse auf den Boden.<\/p>\n<p>Ich starre auf den Monitor. Er zeigt immer noch dasselbe wie vor Tagen schon: den Eingang zur H\u00f6hle, die zu Drachenkinds Schloss f\u00fchrt. Eigentlich sollten wir ja unterwegs sein, um die Seelen des Universums zu befreien.<br \/>\nNur, wo sind sie? Ich habe absolut keine Idee. Ich meine, das ist unser Universum. Es ist riesig im Vergleich zum neuen Universum. Wobei, neu ist es ja nicht. Ich glaube sogar, es ist \u00e4lter als mein Herkunftsuniversum. Aber es ist eben auch sehr, sehr viel kleiner. Und irgendwie \u00fcbersichtlicher.<br \/>\nDie Br\u00fccke ist abgedunkelt, niemand hier au\u00dfer mir. Ich lehne mich auf meinem Thron zur\u00fcck und ziehe die Beine an.<br \/>\nWo seid ihr, Seelen?<br \/>\n\u201eLaura?\u201c<br \/>\n\u201eJa, Captain?\u201c<br \/>\n\u201eBring das Schiff auf Kurs zum Visz-Samen.\u201c<br \/>\n\u201eCaptain? Sollen das nicht die Kids machen?\u201c<br \/>\n\u201eVielleicht sp\u00e4ter. Flieg los.\u201c<br \/>\n\u201eAye, aye, Captain!\u201c<br \/>\nIch beobachte die Monitore, auf denen zu sehen ist, wie das Raumschiff sich dreht und dann aus dem Kernel fliegt. Relativ schnell, denn Laura interessiert sich nicht f\u00fcr die morbide \u00c4sthetik des Kernels, schon gar nicht f\u00fcr deren Verborgene Version.<br \/>\nKurz darauf kommt Halpha auf die Br\u00fccke gerannt.<br \/>\n\u201eWir fliegen!\u201c<br \/>\n\u201eIch wei\u00df\u201c, erwidere ich. \u201eIch gab den Befehl dazu.\u201c<br \/>\n\u201eWohin denn?\u201c<br \/>\n\u201eZum Visz-Samen.\u201c<br \/>\n\u201eSind da die Seelen?!\u201c<br \/>\n\u201eIch habe keine Ahnung, wo die Seelen sind.\u201c<br \/>\n\u201eUnd wieso fliegen wir dann dahin?!\u201c<br \/>\n\u201eDer Anblick des Kernels hat mich depressiv gemacht.\u201c<br \/>\n\u201eWie bitte?!\u201c Halpha stellt sich vor mir auf. \u201eWas ist denn mit dir los?\u201c<br \/>\nIch zucke die Achseln.<br \/>\n\u201eWei\u00df Kians zweite Mutter, was du treibst?\u201c<br \/>\n\u201eHast du sie noch alle?\u201c<br \/>\nHalpha winkt ab und rennt weg. Vermutlich zu Kians zweiter Mutter. Diese kommt jedenfalls einige Minuten sp\u00e4ter auf die Br\u00fccke und grinst breit. Sie quetscht sich zwischen meine Beine und meinen Oberk\u00f6rper, ein echtes Kunstst\u00fcck.<br \/>\n\u201eDu hast Halpha geschockt.\u201c<br \/>\n\u201eJa. Und deine Reaktion hat sie vermutlich auch geschockt.\u201c<br \/>\nSie nickt. \u201eJa. Mich interessiert aber auch, warum wir zum Samen fliegen.\u201c<br \/>\n\u201eIch wei\u00df es wirklich nicht. Hatte gerade den Gedanken, dass das eine gute Idee sein k\u00f6nnte.\u201c<br \/>\n\u201eAha.\u201c Sie mustert mich nachdenklich.<br \/>\n\u201eWas?\u201c<br \/>\n\u201eDa ist noch etwas.\u201c<br \/>\nIch seufze. \u201eWieso bin ich wie ein offenes Buch f\u00fcr dich?\u201c<br \/>\n\u201eErnsthafte Frage?\u201c<br \/>\n\u201eNope.\u201c<br \/>\n\u201eWollte mich schon wundern. Also?\u201c<br \/>\n\u201eDie Schlange. Sie hat angedeutet, ich sollte ganz schnell in die Spinnenwelt. Eigentlich habe ich so gar keine Lust darauf, ich sch\u00e4tze, da sieht es inzwischen noch finsterer aus als sowieso schon. Aber die Schlange wird es nicht ohne Grund gesagt haben. Ausgerechnet jetzt.\u201c<br \/>\n\u201eDas sehe ich auch so. Demnach fliegen wir zum Samen, weil dort der \u00dcbergang in das andere Universum ist.\u201c<br \/>\n\u201eHm. Vermutlich.\u201c<br \/>\n\u201eWar dir das nicht klar?\u201c<br \/>\nIch starre auf ihre Br\u00fcste, die sich durch den H\u00f6henunterschied genau vor meinen Augen befinden. Eingepackt zwar, aber halt irritierend nah.<br \/>\n\u201eHallo? Musst du dich schon wieder entspannen?\u201c<br \/>\nIch lache auf. \u201eDas immer. Es war echt irgendwie eine Idee, die pl\u00f6tzlich da war. Aber vermutlich besch\u00e4ftigte mich das mit der Schlange so sehr im Unbewussten, dass das dabei herauskam.\u201c<br \/>\nKatharina schaut kurz zur T\u00fcr, dann hebt sie das T-Shirt. \u201eWir hatten noch nie Sex auf der Br\u00fccke.\u201c<br \/>\nUnd das wird sich auch nicht jetzt \u00e4ndern, denn nun h\u00f6ren wir Schritte. Mit einem bedauernden Gesichtsausdruck r\u00fcckt sie ihr T-Shirt wieder zurecht.<br \/>\nDiesmal kommt Ryema, begleitet von Margret, Ona und Halpha. Ona zieht grinsend die Augenbrauen hoch, als sie uns sieht.<br \/>\n\u201eHalpha hat mir eine Beschwerde zugetragen\u201c, sagt Ryema.<br \/>\n\u201eAha.\u201c<br \/>\n\u201eKein Grund einzuschnappen. Wir sind halt neugierig, wohin und warum wir fliegen. Ist das verkehrt?\u201c<br \/>\n\u201eNein\u201c, antworte ich seufzend. \u201eEs war eine spontane Idee von mir. Aber wir haben inzwischen herausgearbeitet, was dahintersteckt.\u201c<br \/>\n\u201eAha\u201c, sagt jetzt Ryema und zieht eine Augenbraue bedeutungsschwanger hoch. \u201eHerausgearbeitet?\u201c<br \/>\n\u201eJa, wir sind n\u00e4mlich ein gutes Team.\u201c<br \/>\nSie l\u00e4chelt. \u201eOh ja, das wei\u00df ich. Okay, und was steckt denn nun dahinter?\u201c<br \/>\n\u201eDie Schlange hat mir gesagt, ich sollte die Spinnenwelt im Auge behalten und besuchen. Das hat aus dem Hintergrund heraus f\u00fcr die Entscheidung gesorgt.\u201c<br \/>\n\u201eHm.\u201c Ryema setzt sich an den Pult des Navigators. \u201eIst das eigentlich dieselbe Schlange, mit der auch Drachenkind zu tun hatte?\u201c<br \/>\n\u201eIch gehe davon aus, obwohl sie keine klare Antwort darauf geben wollte. Aber sonst w\u00e4ren sie eineiige Zwillinge.\u201c<br \/>\n\u201eDer war gut\u201c, bemerkt Margret. \u201eWas k\u00f6nnte sie denn damit meinen?\u201c<br \/>\n\u201eWenn ich das nur w\u00fcsste. Als wir die Welt verlassen haben, stand sie knapp vor einem Krieg. Und als wir kurz da waren, um Waffen zu holen, sah es danach aus, dass schon viel kaputt war. Das ist jetzt auch schon einige Wochen her.\u201c<br \/>\n\u201eOkay, aber was geht es uns an?\u201c, fragt Ona.<br \/>\n\u201eDie Schlange hat mich gewarnt.\u201c<br \/>\nOna kratzt sich am Kopf. \u201eWahrscheinlich bedeutet das, dass du die Welt und das Universum retten musst.\u201c<br \/>\nIch starre sie an.<br \/>\n\u201eWas denn? Siehst du es anders? Ich meine, ich kenne deine Schlange ja nicht, aber ich habe Drachenkinds Geschichte geh\u00f6rt. Wenn die Schlange dir sagt, du sollst in die Spinnenwelt gehen, dann solltest du das tun und dann hat das einen echt heftigen Grund.\u201c<br \/>\n\u201eNa toll.\u201c<br \/>\n\u201eGenau.\u201c<br \/>\n\u201eAber sollten wir dann nicht lieber trancegleiten?\u201c, erkundigt sich Halpha. \u201eSonst sind wir echt lange unterwegs.\u201c<br \/>\n\u201eDoch, das w\u00e4re besser. Kannst du die Leute zusammentrommeln?\u201c<br \/>\n\u201eKlar. Laura, sag bitte allen Bescheid, dass sie auf die Br\u00fccke kommen sollen!\u201c<br \/>\n\u201eAye, aye, Madam.\u201c<br \/>\nHalpha sieht aus, als w\u00fcrde sie \u00fcber eine passende Bemerkung nachdenken, verzichtet aber darauf, mit einem Computer zu diskutieren. Zumal sie Lauras scharfe Zunge und empfindsame Seele kennt. Wer auch immer diese KI programmiert hat, hatte Sinn f\u00fcr Humor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufwachen. Wichtigste Frage: Wer bin ich \u00fcberhaupt? Und wo? Nach einigen Sekunden f\u00e4llt mir mein Name ein. Fiona. Das ist gut. Ich liege auf jeden Fall in einem Bett. Auf der linken Seite. Die Hand, die ich sehe, m\u00fcsste meine rechte sein. Klar, der linke Arm inklusive Hand befindet sich hinter meinem R\u00fccken. 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