Das Bedingungslose Grundeinkommen – Albtraum der Sklavenhalter

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Artikel aus NZZ zum BGE

 

In dem verlinkten Artikel geht der Autor, Christoph Eisenring, hart ins Gericht mit einem Befürworter des Bedingungslosen Grundeinkommens, dem Ökonomen Thomas Straubhaar bzw. dessen Buch zu diesem Thema und auch mit dem Grundeinkommen an sich.
Dieser Artikel hat nicht den Anspruch, Eisenrings Argumente genauer anzuschauen, gleichwohl empfehle ich die Lektüre des Artikels aus NZZ, denn er ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie mit kaum stichhaltigen Argumenten das Bedingungslose Grundeinkommen „boykottiert“ wird. Der Grund ist bestechend einfach:
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist der Albtraum jeden Sklavenhalters. Zu einem guten Teil beruht das Wirtschaftssystem, das wir nicht nur aus Deutschland kennen, auf der Abhängigkeit möglichst vieler Menschen, der sogenannten Bürger, also der Menschen, die für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Wer nicht arbeiten will, hat auch kein Recht aufs Essen, könnte man etwas zugespitzt das Prinzip dieses Wirtschaftssystems ausdrücken.
Es ist eigentlich kein Wunder, dass der Widerstand dagegen zu solchen seltsamen Blüten wie Kommunismus und Sozialismus geführt hat, dabei waren diese Systeme nicht wirklich besser. Nur verlogener. Der verhasste Kapitalismus tut wenigstens nicht so, als würde er für die Menschen da sein. 
So oder so, jedes Wirtschaftssystem, das abhängige Menschen benötigt, um zu funktionieren, ist eine Art Sklavenhalterei. Und der einzige Weg, Menschen wirklich abhängig zu halten, ist, ihnen vorzumachen, sie müssten arbeiten, um zu überleben, um überhaupt überleben zu dürfen.
Ein Standardargument der Gegner des BGE ist die Finanzierung. Auch Eisenring kommt mit dieser Keule: Ein Grundeinkommen braucht zur Finanzierung hohe Steuern. Was völliger Blödsinn ist, wenn man bedenkt, dass der Staat beliebig viel Geld erzeugen kann, indem er es einfach – bucht. Ja, es ist wirklich so einfach. Geld ist in Wahrheit unendlich viel da. Das ist also nicht das Problem.
Das grundsätzliche Problem ist eigentlich ein anderes: Geld muss künstlich knapp gehalten werden, um einen Anreiz zu schaffen, damit die Menschen überhaupt für andere Menschen arbeiten. Sie sind wie die Windhunde, die dem künstlichen Hasen hinterherjagen. Die Einzigen, die von diesem System profitieren, sind die früheren Großgrundbesitzer und heutigen Top-Manager. Ihr Status, der wichtig für ihr Ego ist, hat ein Merkmal: Sie können das tun, was 99,9 % der restlichen Menschheit nicht kann. Dies mag sich in so banalen Dingen äußern wie einen Ferrari fahren und sich nur entscheiden zu müssen, welche Farbe es denn heute sein darf, aber auch in der Möglichkeit, wirklich modernste medizinische Versorgung zu erhalten, von der die meisten Menschen nicht einmal wissen, dass es sie gibt und die zu einer Verlängerung des Lebens in einer für gewöhnliche Menschen unerreichbarer Qualität führt. Ob das wirklich erstrebenswert ist, mag eine andere Frage sein. Schon allein die Tatsache, dass diese Leute keine Jahre auf eine Spenderniere warten müssen, wenn sie mal eine benötigen. Man kann alles kaufen. Wirklich alles. Science Fiction? Sicher?


Bundestag zum Organhandel


Nicht falsch verstehen: Das Problem ist nicht der Kapitalismus an sich, das Problem ist nicht, dass man mit besonderer Leistung besondere Möglichkeiten hat. Das Problem ist die Sklavenhaltermentalität, die möchte, dass nur einige wenige Menschen wirklich die Möglichkeit haben, mit besonderer Leistung entsprechende Erfolge zu erzielen. Die Elite möchte gerne unter sich bleiben, und das Problem ist, dass es diese Elite überhaupt gibt.
Das BGE würde dem ein Ende setzen und ist damit natürlich eine akute Bestandsbedrohung für alle modernen Sklavenhalter, die sich wehren, teilweise mit fadenscheinigen Argumenten, die intrinsisch funktionieren mögen, doch genau darum geht es beim BGE: Das System soll verändert werden. Damit ist ein Argument, die Finanzierung eines BGEs würde zu hohen Steuern führen, lediglich ein Manipulationsversuch und qualitativ ungefähr auf dem Niveau von Sandkastenspielen
Jeder Mensch, der sich moralisch/ethisch ernsthaft der Freiheit und den Grundrechte aller Menschen verschrieben hat, muss für das Bedingungslose Grundeinkommen sein.

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Ich renne zu Katharina und drehe sie auf den Rücken. Es ist dunkel, trotzdem kann ich erahnen, dass sie eine Schusswunde im Bauch hat.
Fuck! Verdammte Scheiße!Nein, nein, nein! Du stirbst mir jetzt nicht in letzter Sekunde noch weg! Verdammt nochmal, du stirbst nicht! Hast du das kapiert?!“
Sie bewegt ihre rechte Hand. „Es tut mir leid … Ich ...“
Von draußen kommen schon wieder Schüsse. Garoan zuckt zusammen.
Fuck!
Ich packe beide und ziehe sie tiefer ins Haus, hinter der Treppe in Deckung. Heftig keuchend lasse ich mich auch fallen und versuche einige Sekunden lang nur, nicht zu ersticken.