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Leseprobe: Paedoleaks

Gewidmet allen kleinen Seelen dieser Erde,
die Opfer des Missbrauchs wurden und noch werden.
 

Paedoleaks

Prolog

Ich kann meinen Blick nicht abwenden von ihnen, meine Gedanken nicht loslösen, meine Gefühle nicht kontrollieren, meinen Herzschlag nicht beruhigen, meine Lenden nicht im Zaum halten. Wenn ich sie sehe, bin ich hypnotisiert, wenn sie in greifbarer Nähe sind, bin ich nicht mehr Herr meiner Sinne. Mein Verstand setzt aus, meine Hormone übernehmen das Kommando über meinen Körper. Schon, wenn ich nur an sie denke, an diese bezaubernden, elfengleichen kleinen Wesen, die in all ihrer Unschuld und Schönheit ständig um mich herum sind, und sei es nur in meinen Träumen.

I

Ich bin jetzt fast vierzig, Lehrer an der Grundschule einer Provinzstadt. Ich unterrichte Sport und Erdkunde. Nebenbei bin ich ehrenamtlich im hiesigen Sportverein tätig. Da betreue ich die Kinder ab zehn, insbesondere beim Schwimmen, schwerpunktmäßig auch bei der Gymnastik.

Ich bin seit zehn Jahren sehr glücklich verheiratet und habe zwei Kinder, Philip ist sieben und Marie gerade fünf. Sie sind neben meiner Frau mein Ein und Alles.

Eigentlich läuft alles glatt in meinem Leben. Ich könnte rundherum glücklich und zufrieden sein. Wenn da nur nicht dieses verfluchte Verlangen wäre! Ich wehre mich zwar täglich dagegen, bisher noch erfolgreich, aber ich merke, wie es immer stärker wird, mich nicht mehr loslässt, meine Gedanken Tag und Nacht blockiert und lähmt. Ich will es nicht mehr, möchte, dass es verschwindet, mich in Ruhe lässt. Wie ein Krebsgeschwür wuchert es unaufhaltsam wachsend weiter. Ich werde langsam wahnsinnig und bin dem Verzweifeln nahe. Ich brauche Hilfe, Hilfe bevor ein Unglück geschieht und mein Leben, unser Leben zerstört. Wo bekomme ich sie? Wem kann ich mich anvertrauen?

Gleich gebe ich Schwimmunterricht in der ersten Klasse. Ich freue mich darauf. Ich habe Angst davor, Angst vor mir.

 

Ѿ
 

Hunger! Wenn ich jetzt laut genug schreie, kommt die weiche, warme Brust und ich kann wohlig daran nuckeln, bis ich satt und zufrieden wieder einschlafen werde. Also los. Langsam die Lautstärke steigernd brülle ich los, wie nur ich es kann und wie es immer zum Erfolg führt. Heute dauert es aber lange, komisch! Endlich höre ich die Tür quietschen und halte kurz inne. Gleich gehts los. Anders als sonst strecken sich mir aber nicht Mamas zarte Hände entgegen, nein, viel größere, gröbere. Sie nehmen mich aus meiner kuscheligen Wiege und heben mich hoch. Mamas Gesicht sehe ich auch nicht, nur eins mit Bart. Nicht wie sonst werde ich auf den Arm genommen, sondern auf das große Bett gelegt, in dem ich auch schon mal schlafen darf. Eine tiefe Stimme redet zwar ganz leise und irgendwie auch beruhigend auf mich ein, ich verstehe die Laute aber nicht. Hunger! Ich schreie erneut. Wo bleibt die Brust? Das Bett senkt sich leicht und ein großer Schatten beugt sich über mich. Etwas nähert sich meinem Mund. Endlich! Es ist aber viel größer und anders als die schöne, kleine Warze an Mamas Brust. Es schiebt sich vorsichtig in meinen Mund und ich beginne zu saugen. Wenn jetzt Milch kommt, ist alles gut. Ich schmatze und sauge und sauge, mein Magen bleibt aber leer. Was soll das? Verzweifelt versuche ich weiter, dieser neuen Milchquelle einen Tropfen zu entlocken, vergeblich. Dann ist die harte Brust auch wieder aus meinem Mund verschwunden. Gerade will ich wieder losschreien, als ich meine schöne Pulla mit dem weichen Nucki zwischen den Lippen spüre. Endlich kann ich trinken. Wohlig warm rinnt die Milch in meinen Hals. Anders als sonst üblich beginnt man mich schon jetzt auszuziehen. Das kommt doch sonst immer nach dem Essen. Heute ist alles anders. Egal, ich habe ja jetzt Beschäftigung und kann mich satt trinken. Hey, die Beine nicht so weit auseinander, das tut weh! Das feuchte Tuch zwischen meinen Beinen ist nie schön, aber heute kratzt es auch noch, als ob es Stacheln hätte, an den Beinen und auch dazwischen. Warm und feucht, weich aber etwas rau, gleitet da unten immer wieder irgendwas vor und zurück, immer wieder, ziemlich fest. Jetzt tut es weh. Lass das! Was ist das? Was soll das? Ich lasse die Flasche los, sie rollt neben mich, und ich schreie los. Das Etwas zieht sich zurück, die Windel wird hochgeklappt und geschlossen, die großen Hände legen mich zurück in mein Bett und die Babyflasche ist wieder in meinem Mund. Beruhigt trinke ich noch ein wenig. Erneut höre ich die Türe sich öffnen und Mamas vertraute Stimme dringt an mich. „Na, Werner, alles okay? Gabs Probleme? Ich hab mich extra beeilt!“
„Nee, alles gut! Die kleine war ganz lieb. Hat überhaupt nicht geschrien.“
„Hast ihr ja die Flasche gegeben! Danke noch mal!“
„Kein Problem, kannst mich ruhig wieder als Babysitter rufen!“

 

Ѿ
 

II

Mit knapp fünfzig wurde er Frührentner. Das war ihm recht, denn Lust zum Arbeiten hatte er schon lange nicht mehr. Jetzt jobbt er hier und da und kann davon leben. Richtig gelernt hatte er sowieso nichts, war sein Leben lang Hilfsarbeiter. Frauen haben ihn nie interessiert, geradezu Angst hatte er immer vor ihnen. Männer schon gar nicht. Dafür hat er eine andere große Leidenschaft. Kleine Mädchen. Da ist er stärker, größer, mächtiger. Sie müssen tun, was er will …

Er steht mit heruntergelassener Hose in einem Gebüsch. Er ist sehr erregt. Mit der einen Hand onaniert er langsam, mit der anderen hält er ein kleines Fernglas vor die Augen. Durch eine Lücke im Blätterwerk hat er den Spielplatz genau im Blick. Er stiert auf die große Rutsche. Der Reihe nach kommen die Kleinen von oben heruntergesaust. Ein kleines Mädchen, vielleicht fünf Jahre alt, in einem weiten, kurzen Röckchen, rutscht am öftesten, laut juchzend. Wenn es auf halber Höhe ist, ist das Kleidchen ganz nach oben gerutscht, und mit gespreizten Beinen versucht es, die Fahrt zu bremsen. Sein Höschen zieht sich dabei ganz stramm und die Konturen seines kleinen Körpers sind im Fernglas deutlich sichtbar. Er stöhnt vor Wonne und Geilheit.
Jetzt kommt die Kleine zu der nähergelegenen Schaukel. Neben den Ketten mit dem Sitzbrett ist auch eine Holzstange wie ein kleines Reck an zwei Seilen befestigt. Kopfüber hängt es sich mit den Kniekehlen daran. „Mama, Mama, guck mal, was ich kann!“
Das Röckchen ist ganz nach unten geschlagen, fast bis zum Hals. Bis über den Bauchnabel ist sie nackt, nur das Höschen bedeckt noch das Nötigste, aber er erkennt genau das Ziel seiner Begierde. Seine Hand wird schneller, er muss den Schrei unterdrücken, als er kommt, zieht seine Hose hoch und entfernt sich lautlos. Morgen, morgen bist du wieder hier, denkt er. Bald werde ich dich besitzen!

Am nächsten Tag ist er beizeiten an der gleichen Stelle. Er hat seine Videokamera mitgebracht. Mit den Augen sucht er den gesamten Spielplatz ab. Schon bald hat er das Mädchen entdeckt. Genau wie am Tag zuvor gilt dessen erste Begeisterung der Rutsche. Die Kamera ist bereit und mit maximalem Zoom füllt der kindliche Unterleib das Display aus. Genau zentriert zwischen die kleinen Beine. Ganz deutlich ist es zu sehen. Jede Rutschpartie wird vom Chip gespeichert. Jedes Mal erscheint es ihm noch schöner, noch begehrenswerter. Lange, zum Glück sehr lange ist heute der Anblick des Kindes an der Schaukel, kopfüber, in völliger Unschuld und Kindlichkeit, nichts ahnend von der bösen Welt.
Obwohl seine Lust befriedigt, er wieder angezogen ist, die Erregung noch feucht in der Hose nachklingt, bleibt er stehen. Wartet ab. Beobachtet, wie die Mutter das Kind schließlich ermahnt, endlich mit nach Hause zu gehen. Leise verlässt er sein Versteck, setzt seine dunkle Sonnenbrille auf, geht den kurzen Weg zum Eingang des Spielplatzes und verfolgt die beiden in ausreichendem Abstand durch mehrere Straßen, bis sie in einem Reihenhaus verschwinden.
Jetzt kann er es kaum erwarten, die Ernte des heutigen Tages zu Hause auf dem großen Bildschirm zu betrachten.