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Leseprobe: Erwachsen wird man nur im Diesseits

Aufstand der Locken – Gedanken zur Enthüllung

Erwachsen wird man nur im Diesseits

Ich bin in Istanbul geboren und in Deutschland aufgewachsen, ich bin sechsfache Mutter und langjährige Vorsitzende des Islamischen Frauenvereins „Cemiyet – i Nisa e.V.“ (osmanisch: Die Vereinigung der Frauen). Während meiner Vereinsarbeit habe ich mich in die entbrannte Kopftuchdebatte eingemischt, nachdem die afghanische Lehrerin Ferestha Ludin bis zum höchsten Gericht in Karlsruhe geklagt hatte. Ich beobachtete das unverhältnismäßige Verhalten von Muslimen und deutschen PolitikerInnen wegen des Kopftuchs. Ein ganzes Jahr lang habe ich die entsprechenden religiösen Quellen studiert und dabei mit neuartigen Kopfbedeckungen experimentiert. Schließlich habe ich mich – nach über 30 Jahren des Lebens in der Verhüllung – davon endgültig getrennt.

Das Kopftuch als Zeichen des Gehorsams

Dass die Bekleidung der muslimischen Frau zu einem Politikum geworden ist, haben wir insbesondere den islamischen Organisationen in Europa zu verdanken, die dafür gesorgt haben, dass die in religiösen Fragen ohnehin ungebildeten Massen nicht aufgeklärt werden. So kennen viele muslimische Männer und Frauen die Offenbarungsgründe, d.h. die Anlässe der beiden, immer wieder zitierten „Verhüllungsverse“ nicht. Es sind aber gerade diese Anlässe, die auf eine in Raum und Zeit eingebundene Angelegenheit hinweisen. Wenn man heute muslimische Frauen fragt, warum sie das Kopftuch tragen, wird man ein und dieselbe Antwort erhalten: Ich mache das, weil es im Koran so steht und weil Gott das so will. Im Namen Gottes werden so eine Menge wichtige Erfahrungen sowohl für die eigene Entwicklung als auch im Zusammenleben mit anders denkenden Menschen eingebüsst. Sehr viele Kopftuchträgerinnen haben sich weder mit dem Islam, noch mit der Gegenwart wirklich auseinandergesetzt. Sie drücken mit ihrer Entscheidung zur angeblich vorgeschriebenen Verhüllung vielmehr symbolisch ihren Willen zum Gehorsam aus, in der Hoffnung auf eine Belohnung im Jenseits.

Die Frau unter den Stoffhüllen

Meine intensive Auseinandersetzung mit dem Islam und mit der Gegenwart hat mich zur Religiosität geführt, zu einer Nähe zur Schöpfung, zur Nähe zu mir selbst als Frau. Haare sind ein wichtiger Ausdruck von Persönlichkeit und Natürlichkeit, die aber mit dieser Kopfverhüllung für die Mitmenschen verzerrt dargestellt wird. Diese nehmen optisch nur eine uniformierte und sich versteckende Person wahr. Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn verhüllte Frauen ihre Kopfbedeckung ablegen und plötzlich als eine ganz andere Person vor einem stehen.
Die eigene Identitätsentwicklung zur Frau war für mich unter den weiten, alles außer Gesicht und Hände bedeckenden Stoffmengen verloren gegangen. Da ich nichts anderes an Erfahrungen kannte, oder besser gesagt kennen lernen durfte, hatte ich mich damit gut arrangiert und war auch, Gott sei gedankt, ohne Schwierigkeiten in der Gesellschaft dieses toleranten Landes zurecht gekommen. So habe ich meine Locken erst seit dem Ablegen meines Kopftuches kennen können. Allmählich haben sie sich aufgerichtet, unter dem Kopftuch hatten meine Locken beim besten Willen keine Chance zum Leben. Und das über 30 Jahre lang. Ich habe heute mehr soziale Bewegungsfreiheit und weiß durch meine Unauffälligkeit eine wichtige Sicherheit zu schätzen. Ich bin von der sichtbaren Muslimin zum unsichtbar beobachtenden und neutralen Menschen geworden. Mit dem Ablegen des Kopftuchs als Kennzeichen von Zugehörigkeit und dem Loskommen von den damit verbundenen Einschränkungen und Grenzen fühle ich mich religiöser und zufriedener denn je und bin meinem Schöpfer sehr nahe gekommen, weil ich meinen eigenen Lebensweg erkannt habe. Zu meinem Erstaunen und Bedauern will aber niemand aus meinem alten Kreis der Muslime meine Religiosität und Freude mit mir teilen. Die strenge Regelgläubigkeit scheint alle menschlichen Beziehungen zu dominieren.

Diskriminierungen

Seit ich meine kennzeichnende Kopfbedeckung abgelegt habe, erlebe ich, wie die über diese Äußerlichkeit laufende Definition von richtig/falsch und gut/schlecht von Seiten vieler Muslime stark gefördert wird: Frauen, die sich verhüllen, sind gut und haben einen starken Glauben, und Frauen, die sich vom Kopftuch verabschieden, sind zu bedauern und haben einen schwachen Glauben. Damit Frauen, die ihr Kopftuch bewusst ablegen, im eigenen Kreis nicht mehr diskriminiert werden, bräuchte es für beide Lebensweisen eine gleichwertige Betrachtungsweise, die eine Verurteilung mit religiöser Rechtfertigung verhindert.
Außerdem sind muslimische Frauen dem Druck ausgesetzt, mit gesellschaftlicher Ablehnung und beruflichen Einschränkungen umzugehen, aber auch ihre Privatsphäre ständig verteidigen zu müssen. Für viele Frauen sind das psychische Dauerstrapazen. Es ist Aufgabe islamischer Organisationen und islamischer Medien, sich dieses inneren Konflikts endlich konsequent anzunehmen, denn das Tragen eines Kopftuchs hat heute für das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen mehr Nach- als Vorteile. Verhüllte Frauen sind Projektionsfläche für die Verwirklichung politischer Interessen und die Bestätigung von Vorurteilen geworden. Weil heute dieses Kleidungsstück direkt mit der Religion in Verbindung gesetzt wird, wird jeder Versuch einer Kritik und einer genaueren Auseinandersetzung damit automatisch als Angriff auf die Religion verstanden. Das Vorbild des Propheten Mohamed, der sich ausdrücklich für das Wohl der Frauen einsetzte, spiegelt sich im Umgang mit diesem Konflikt bei den männerdominierten islamischen Organisationen jedenfalls nicht wieder.

Historisches

Die Verhüllung war zur Zeit der Einführung vor 1400 Jahren eine praktische Maßnahme für die Erhaltung der Kommunikation zwischen Frauen und Männern – und eben keine Frage von Religion!
So sollten die Männer damals mit einer veränderten Bekleidung der Frauen diszipliniert werden. Gott offenbarte eine Verhüllungsempfehlung als optische Unterscheidung der gläubigen Frauen von den leicht bekleideten Sklavinnen, nachdem eine der Frauen des Propheten beim Verlassen ihres Hauses von Omar erkannt wurde. Nachdem dann auch ein geschmücktes Dekolleté einen Mann dermaßen ablenkte, dass dieser gegen eine Mauer lief und sich dabei die Nase brach, fand die Verhüllung mit einer weiteren Offenbarung ihren vollen Einsatz. Diese praktische Maßnahme ist in ihrem historischen Kontext gesehen gut nachvollziehbar. Der historische Kontext kann aber kaum das unverhältnismäßige Ausmaß des aktuellen politischen Kampfes um dieses Unterscheidungsmerkmal legitimieren.

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News: Emel Zeynelabidin im Gespräch in der VHS Papenburg

Emel Zeynelabidin

Zusammen mit zwei anderen Frauen, Necla Kelek und Dina El Omari, hat Emel Zeynelabidinin in der VHS Papenburg über den Islam gesprochen.

Emel Zeynelabidin legte vor inzwischen über zehn Jahren im Zuge ihrer Auseinandersetzung mit der Kopftuchdebatte ihr eigenes Kopftuch ab. Eigentlich hätte sie Gründe für das Kopftuch gesucht, verriet sie mal. Was sie stattdessen fand, darüber schreibt sie unter anderem in ihrem Buch „Erwachsen wird man nur im Diesseits“ und vielen Gastbeiträgen bei renommierten Zeitungen. Außerdem nutzt sie die Gelegenheit, in Gesprächsrunden Rede und Antwort zu stehen, wie jetzt in Papenburg.

Hier geht es zum Bericht darüber in der NOZ.

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Leseprobe: Erwachsen wird man nur im Diesseits

Erwachsen wird man nur im Diesseits

2012:

„Vor sieben Jahren haben meine Locken das Licht der Welt erblickt, haben meine Seelenflügel sich entfaltet und mein Geist hat begonnen zu atmen.
Anfangs kam ich mir ohne mein Kopftuch tatsächlich etwas entblößt vor, obwohl es für die Frauen der westlichen Gesellschaften eine Selbstverständlichkeit ist, die Haare offen zu tragen. Schlimm an diesem Gefühl des Entblößtseins finde ich, dass es nicht natürlich ist, dass man sich „entblößt“ vorkommt, wenn man seine Haare in der Öffentlichkeit zeigt. Ich lebte also die drei Jahrzehnte meiner Verhüllung unbewusst mit einem nicht natürlichen Schamgefühl.
Ich komme aus dem Schoß des muslimischen Gemeindelebens, dessen Begründer in Deutschland mein Vater in den siebziger Jahren war. Mein Gemeindeleben war jahrzehntelang ein wichtiger Teil meines Alltags gewesen und prägte mein Identitätsbewusstsein. Der Dienst an Menschen der eigenen Gemeinde war für mich so selbstverständlich, dass ich keine eigenen Interessen verfolgte. Meine Familie, mein Studium der Anglistik und Islamwissenschaften, und mein Freundeskreis waren eng mit dieser Gemeinde verwoben. Unser religiös geprägtes, kollektives Denken und die soziale Kontrolle, die die festgelegten religiösen Regeln und Rituale ermöglichen, störten mich dabei keineswegs. Denn das alles war zu einer Gewohnheit geworden, in der ich mich zuhause fühlte. Ich hatte dabei als praktizierende Muslimin, rückblickend, ein einfaches und sicheres Leben. Einfach vor allem deshalb, weil ich über meine Lebensumstände nicht viel nachdenken musste. Ich war materiell gut versorgt, genoss Respekt und Anerkennung und war ein funktionierendes Gemeindemitglied. Deshalb hatte ich keine Auseinandersetzungen zu befürchten, die mein Selbstverständnis hätten erschüttern können. Wir sprachen alle dieselbe Sprache.
Ich bin nun 52 Jahre alt und hole viele Erfahrungen sowie persönliche Lebenswünsche als „Unverhüllte“ nach. Erfahrungen, die etwas zu tun haben mit dem Erwachsenwerden und dies besonders in meiner Rolle als Frau. Mit zwölf Jahren bekam ich meine 1. Mensis und sollte dann gemäß den religiösen Empfehlungen meine weiblichen Reize mit dem Kopftuch bedecken, Reize, die ich damals aber noch gar nicht kannte. Denn es hieß, Gott bestimme mit Seinen Erlaubnissen und Verboten wie ich mich kleiden und mit dem anderen Geschlecht kommunizieren solle. Mit der ersten Regelblutung war ich von einem Moment zum anderen eine muslimische Frau geworden. Als Jugendliche konnte ich die Welt der Männer nur durch die Augen meiner Mutter sehen. Für meine Mutter war es eine Frage des Anstands, keine Freundschaften mit Jungs zu haben. Auch jeglicher Körperkontakt mit ihnen war mir nicht erlaubt. Mein damaliges Leben zeichnetete sich durch gedanklich kontrollierte Geschlechtertrennung aus, was mich bis in mein Innerstes tief geprägt hat. Die menschliche und vielfältige Gefühls- und Gedankenwelt von Männern, vor denen ich mich mit meiner Verhüllung schützen sollte, blieb mir deshalb weitgehend verschlossen. Meine uniformartigen, reizneutralen und den ganzen Körper rundum verhüllenden Gewänder entwickelten sich mit der Zeit zu einem festen Bestandteil meines Alltags und dienten als praktischer Distanzhalter zum anderen Geschlecht. Was war das für ein fataler Irrtum, der sich auf meine Entwicklung auswirken musste!
Ich war 2004 schon seit fast zehn Jahren Vereinsvorsitzende, als meine Veränderung — für mich zunächst noch unbemerkt — begann. Im Namen des Islamischen Frauenvereins wollte ich in die nach meinen Vorstellungen völlig absurd geführte Diskussion des Kopftuchstreits eingreifen und als Betroffene für Klarheit sorgen. Kopftuchtragende Frauen, wie ich es damals auch selbst noch war, wurden in den Medien und durch politische Entscheidungen als angeblich unterdrückte Frauen diskriminiert und sollten nur wegen der Verhüllung ihrer Haare in ihrer beruflichen Laufbahn extrem eingeschränkt werden. Meine organisierten Glaubensgeschwister wiederum begannen plötzlich, diese Verhüllung als religiöses Gebot unverhältnismäßig in den Vordergrund zu stellen, mit der Konsequenz, dass in unserer Gesellschaft noch mehr Berührungsängste und Vorurteile bezüglich uns verhüllten Frauen entstanden. Mit alternativen Kopftuchmodellen und einigen Briefen an Politiker, versuchte ich nun zwischen beiden Positionen zu vermitteln. Als Journalisten auf meine Aktivitäten aufmerksam wurden und von mir mehr dazu erfahren wollten, fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem Gemeindeleben herausgefordert, als praktizierende Muslimin umfangreicher und fundierter als bisher Stellung zu beziehen. Ich musste in meiner Rolle als Vereinsvorsitzende jetzt genauer wissen was ich sagte. So begann ich zu recherchieren, um meine erlernten Antworten noch besser kennenzulernen und begründen zu können. Und tatsächlich wurde ich fündig. Denn das immer wieder angeführte Argument des religiösen Gebotes, welches zur Rechtfertigung der Verhüllung herangezogen wird, ist für Nichtmuslime ziemlich dürftig: so stehe es im Koran, und es sei eine Aus-sage des Propheten Mohammed. Wir Praktizierenden wussten natürlich was Sache ist; die nicht hinterfragbare Einhaltung eines göttlichen Gesetzes. Aber die Menschen außerhalb unserer eigenen Welt verstanden das nicht! Schon damals war es mein Anliegen, Argumente anzuführen, die in unserer modernen Zeit einen nachvollziehbaren und allgemeingültigen Sinn ergeben. Dabei lernte ich die so genannten Offenbarungsgründe als wichtige Argumentationsquelle kennen, die mir bis dahin völlig unbekannt geblieben waren. Hierbei handelt es sich um die Beschreibung der Ereignisse, die nach muslimischem Verständnis Anlass für eine göttliche Offenbarung sind. Die Ereignisse, die zu den beiden Offenbarungen bezüglich der „Verhüllungsverse“ geführt hatten, waren merkwürdiger-weise und trotz des Kopftuchstreits selbst Mitgliedern meiner Gemeinde nicht bekannt. Wie konnte das sein? Geht doch aus diesen Quellen ganz klar eine praktische Notwendigkeit hervor, die die Verhüllung der damaligen gläubigen Frauen für jeden verständlich erklärt: die Verhüllung diente als optisches Unterscheidungsmerkmal. Gläubige Frauen sollten nicht mehr mit den Sklavinnen verwechselt und belästigt werden. Zudem schienen die Männer erheblich von den Reizen der Frauen abgelenkt zu sein. Eine Quelle berichtet vom blutigen Nasenbruch eines Mannes, der sich so sehr an einem schön geschmückten Dekolleté verguckt hatte, dass er versehentlich gegen ein Hindernis stieß. Mit der Verhüllung der weiblichen Reize sollte also den Männern geholfen werden.
Was zu Zeiten Mohammeds als praktische Maßnahme zur Erleichterung des Lebens in dieser Zeit eingeführt worden war, hat heute, wenn ich die Realität genauer betrachte, in unserer Gesellschaft nicht mehr diese Notwendigkeit. Es gibt keine Sklavinnen mehr und die Probleme zwischen den Geschlechtern erfordern heute viel differenziertere Maßnahmen, als vor über 1000 Jahren.
In Gesprächen werde ich sehr oft mit Erstaunen gefragt, wie es zu meiner Verwandlung kommen konnte. Mein Schlüsselerlebnis, das zunächst die Enthüllung meines Geistes und im Anschluss meiner Haare angestoßen hat, war das Erleben großer Gefühle der Sehnsucht und Liebe, eine besondere Gottesnähe, die durch eine CD mit Klängen der keltischen Harfe und die Begegnung mit einem Mann ausgelöst wurden. Sie waren so stark, dass sie mich öffneten und meine ganze Neugierde auf das Leben entfesselten. Dieser Weg führte unumkehrbar in meine innerste Gefühlswelt. Was ich dort sah gefiel mir. Es war die Schönheit meiner Schöpferkraft und meiner Leidenschaft für das Leben und die Liebe. Es sind Regungen aus dem tiefen Inneren, die zu beschreiben es keine irdischen Worte gibt. Ich begann alles, was meine Verhaltensgewohnheiten in meinen bisherigen Rollen als Mutter, Ehefrau, Tochter und Schwester bestimmt hatte, aus der neuen Perspektive dieser großen Gefühle wahrzunehmen. Vor allem aber stellte ich mir von neuem die Frage, woran ich glaubte, und natürlich die Frage nach Gott; eine Frage, die mich mein ganzes Leben lang begleitet hatte, ohne Aussicht auf eine verständliche Antwort. Bei allem was ich bis dahin tat und unterließ, und zwar wie ich es gelernt hatte, sollte ich mit Gottesfurcht nach Gottes Wohlgefallen streben. Es genügte dabei, sich an die vorgegebenen Regeln zu halten.
Meine erlernten Vorstellungen von Gott und der Welt und die damit verbundenen Gewohnheiten gerieten jetzt jedoch heftig ins Wanken, und das sollte Konsequenzen für mein bevorstehendes Leben haben. Denn aus dieser neuen Perspektive konnte ich nunmehr weiter denken und viele neue Fragen stellen, als mir dies bisher möglich gewesen war. Dass ich deshalb aber abgelehnt und aus meinem Nest gestoßen werden sollte, hatte ich nicht erwartet. Das Kopftuch als Gradmesser für Gläubigkeit wurde mir unerwartet zum Verhängnis. Für viele meiner Glaubensgeschwister hatte ich durch Ablegen meines Kopftuchs auch meinen Glauben abgelegt.
Allmählich erkannte ich die dringende Notwendigkeit, meine erlernten Glaubenssätze im Kontext der Gegenwart zu reflektieren.
In den vergangenen sieben Jahren meiner Öffentlichkeitsarbeit habe ich viele meiner Fragen, neuen Erfahrung und Erkenntnisse als Aufsätze in deutschsprachigen Medien veröffentlicht. Auf Vortragsreisen erlebe ich immer wieder, dass das interessierte Publikum Texte von mir nachlesen möchte. So entstand die Idee dieser Textsammlung. Der Titel „Erwachsen wird man nur im Diesseits“ betrifft meinen persönlichen Entwicklungsprozess im Kontext meiner Biographie …“