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Kristallwelten-Saga: Übersicht

Spoiler-Warnung!

 

Auf den nachfolgenden, sich dynamisch entwickelnden Seiten wird die Kristallwelten-Saga (High Fantasy) dargestellt. Naturgemäß werden dabei Ereignisse und Personen erwähnt, die erst in späteren Geschichten als der, die man vielleicht gerade liest, auftauchen bzw. sich ereignen. Ob einem das die Freude an den Geschichten nimmt, ist höchst individuell. Manche Menschen interessiert das „Wer hat es getan?“ gar nicht so sehr, dafür aber mehr „Wie kam es dazu?“. Ich gehöre zum Beispiel eher zum letzteren Typ. Mich stört es nicht, wenn ich vornherein schon weiß, was geschehen wird, weil ich es viel spannender finde, wie es dazu kommt.

Ich werde versuchen, die einzelnen Abschnitte hinsichtlich Spoiler-Gefahr zu kategorisieren. 10 bedeutet dabei größte Spoiler-Gefahr, 0 bedeutet, es gibt gar keinen Spoiler in diesem Teil.

Übersicht (Spoiler-Gefahr: 3)

Zunächst folgt eine Übersicht, die möglichst neutral gehalten wird. Die Spoiler-Gefahr ist hier relativ gering, aber größer als Null.

Die Kristallwelten-Saga hat Fiona als zentralen Charakter. Sie ist die einzige Ich-Erzählerin, wobei es dennoch Geschichten gibt, in denen sie nicht auftaucht. Diese werden in dem Fall aus einer auktorialer Sichtweise erzählt. Ein Beispiel hierfür ist „Die Legende von Sarah und Thomas“.

Es gibt, nach derzeitigem Stand, vier „Stränge“ in der Kristallwelten-Saga.

Ein „Strang“ beschäftigt sich dabei mit Dargk und Ryema. Voraussichtlich wird er nur aus einem einzigen Roman bestehen: „Dargks Erwachen“.

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Ein zweiter Strang begleitet Sarah und Thomas, bevor sie in „Fiona – Sterben“ auf Fiona treffen. Ab da verschmelzen ihre Geschichten miteinander.

Dieser Strang beginnt mit „Die Legende von Sarah und Thomas – Die Prinzessin, die ihre Eltern tötete“. Bereits in Planung ist „Die Legende von Sarah und Thomas – Die tote Welt“.

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Der dritte Strang ist die Hauptserie, die Geschichte von Fiona. Die ist in Zyklen unterteilt, deren Inhalte an einer anderen Stelle mit hoher Spoiler-Gefahr wiedergegeben werden. Jeder Zyklus hat ein Grundthema. Aktuell, Ende 2018, ist Zyklus 1 vollständig erschienen. Der zweite Zyklus befindet sich in Arbeit, das erste Buch daraus bereits erschienen, das zweite, Band 8 ebenfalls. Es folgen mindestens zwei weitere Zyklen.

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Der vierte Strang schließlich besteht aus einer losen Reihe kostenloser E-Books, die „Geschichten einer Kriegerin„. Darin wird das aus Fionas Leben erzählt, natürlich aus ihrer Perspektive, was keinen Platz in der Hauptserie findet. So zum Beispiel die erste Begegnung zwischen Fiona und John Summer.

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Nicht als eigener Strang konzipiert sind die Geschichten von Herrn Mut. Herr Mut spielt eine Sonderrolle, weil seine Geschichten erstens aus einer ebenfalls personalen Sichtweise erzählt werden, wenn Fiona nicht dabei ist, und zweitens weil er sich sehr verselbstständig hat.

Das Licht der Welt hat er eigentlich in der Anthologie „Paternoster“ erblickt. Von dort schaffte er den Sprung in die Fiona-Serie und schließlich bekam er eine eigene Kolumne im Café Kitsch.

Eine faszinierende Karriere, oder?

Die Zyklen (Spoiler-Gefahr: 10)

Im ersten Zyklus lernt Fiona sich selbst kennen. Sie erfährt, wie die Welt aufgebaut ist – mehr oder weniger. Erst nach und nach versteht sie, dass das Universum nur eines von vielen ist und welche Bedeutung die Illusion hat. Je mehr sie weiß, desto mächtiger wird sie, denn sie lernt, die Illusion zu beherrschen und erhält dadurch magische Kräfte. Eigentlich hat jeder Mensch diese, nur die Macht der Illusion hält ihn davon ab, sie zu nutzen. Oder anders gesagt: Alles ist Illusion und Magie die Fähigkeit, diese zu manipulieren.

Der zweite Zyklus beginnt mit einer Fiona, die gar nicht weiß, dass sie Fiona ist, denn sie wurde von den Göttern als „Belohnung“ für ihre Bemühungen als Auserwählte in ein neues Universum verfrachtet. Sie „arbeitet“ sich zur Königin hoch, nur um am Ende zu erkennen, dass sie mal wieder ein Spielball der Götter ist. Wutentbrannt und verzweifelt begibt sie sich auf die Suche nach ihren Gefährten, allem voran nach Katharina.

Immerhin hat sie dabei den Ring, den die Götter ihr als eine Art Super-Cheat spendiert haben. Auf diese Weise lernt sie das neue Universum kennen, das wie ein Sandwich aus mehreren Welten aufgebaut ist, die aufeinander liegen. In der Welt der Spinnen findet sie Katharina, in der Welt der Liebe Sarah, in der Welt der Götter (sic!) Thomas, und schließlich landen sie im Untergrund, der untersten Welt.

Der dritte Zyklus bringt die Universen zusammen. Fiona und ihre Gefährten bekommen die Chance, ihr altes Universum wieder zu aktivieren. Die Götter wollen schließlich spielen und Fiona entpuppt sich als eine besonders interessante Spielfigur. Auch wenn sie selbst davon nicht gerade begeistert ist. Um das angehaltene Universum wieder starten zu lassen, muss Fiona gemeinsam mit ihren Freunden in die Abgründe beider Universen hinabsteigen und trifft dabei auf einige alte Bekannte, Freunde wie Feinde. Kian lernt unter anderem seine Halbschwester kennen.

Im vierten Zyklus passiert das, was Fiona und Katharina gemeinsam im zweiten Zyklus träumen: Sie und Kian leben auf einer Erde, allerdings nicht auf der ursprünglichen, denn diese ist ja zerstört. Anders als beim ersten Großen Krieg kommt es diesmal zu keinem Reset. Und obwohl Fiona und Katharina bei der Suche nach einer neuen Heimat darauf achten, eine Erde zu nehmen, auf der es noch keine Fiona gibt, übersehen sie etwas.

Und die Fiona, der sie hier begegnen, ist nicht nur mächtig, sie verfolgt auch andere Ziele als die Auserwählte. Das bringt Fiona Flame erneut an ihre Grenzen, obwohl sie das nicht mehr für möglich gehalten hätte.

Die Leseproben: Kristallwelten.

Mehr Infos

Blick in den ersten Band

Blick in den zweiten Band

 

 

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Leseprobe: Geschichten einer Kriegerin – Das hungrige Biest

Das hungrige Biest

Ich ziehe meinen Mantel aus und lege ihn auf das Auto. Wenn in der Zwischenzeit jemand nach draußen schaut, habe ich sowieso Pech, aber ich kann es nicht riskieren, das Auto anzulassen. Vorhin haben sie mich anscheinend nicht gehört, warum auch immer. Aber es ist zweifelhaft, ob ich noch einmal so viel Glück habe. Ich könnte höchstens versuchen, das Auto wegzuschieben, aber auch das macht Geräusche.
Ich zögere kurz. Doch es dürfte am besten sein, möglichst schnell ins Haus zu gelangen. Das Risiko, dass das Auto zu früh entdeckt wird, ist nicht Null, aber überschaubar.
Die unteren Fenster sind teilweise vergittert, sie erleichtern mir den Start. Dann stehe ich auf dem Balkon von Leslies altem Zimmer und bin zum ersten Mal froh, dass James darauf besteht, darin nichts zu verändern.
Wenig später bin ich auf dem Dach angekommen und krieche auf allen Vieren zum offenen Dachfenster. Es erinnert mich daran, wie ich vor wenigen Monaten auf einem Dach hinter dem Cuculus hergerannt bin und fast einen Abflug gemacht habe.
Anscheinend bin ich zu Höherem berufen.
Toller Witz, Fiona. Lach dich aber später darüber kaputt, okay? Ich quetsche mich durch das Fenster und mehrere Spinnennetze, versetze einige der possierlichen Tieren in Panik, eine von denen mich, weil sie plötzlich auf meiner Nase sitzt, wenn auch nicht freiwillig, und sie fast die Größe eines Tennisballs hat.
Ich presse die Hand auf meinen Mund, ganz unterdrücken kann ich den, zum Glück nur leisen, Schrei nicht.
Ich warte, bis sich meine Atmung wieder normalisiert und die Spinne in Sicherheit gebracht hat, dann gehe ich langsam zur Tür. Langsam, weil der Boden quietschen und knarren könnte. Meine Vorsicht ist begründet, es gibt einige verdächtige Stellen. Jedes Mal schaffe ich es, den Fuß wieder anzuheben, bevor es so laut wird, dass die unten davon was mitbekommen könnten.
Die Tür zur Treppe wird die nächste Herausforderung, denn sie wird sehr selten benutzt und protestiert entsprechend lautstark gegen die ungewohnte Bewegung. Mit klopfendem Herzen verharre ich vollkommen bewegungslos und unterdrücke sogar das Atmen.
Erst als ich mir sicher bin, nicht bemerkt worden zu sein, wage ich es auszuatmen. Dann denke ich nach. Es ist ausgeschlossen, dass ich die Tür öffne. Was aber gehen könnte, die Tür aus den Angeln zu heben. Zum Glück geht sie, wie es sich gehört, nach innen auf. Ich packe mit einer Hand den Türfalz knapp unterhalb der Klinke, sodass mein Handgelenk gegen die Klinke drückt und ich dadurch mehr Kraft aufwenden kann. Auf der anderen Seite habe ich nur so viel Platz, dass ich die Fingerspitzen gegen den Falz pressen kann. Hoffentlich sind die Bänder nicht völlig verrostet, weil dann wird es schwer.
Als Fiona Carter hätte ich keine Chance gehabt, die Tür anzuheben. Auch wenn die Tussy so gern „Supergirl“ gehört hat.
Als Kriegerin allerdings schaffe ich es, die Tür aus den Angeln zu heben, sogar geräuschlos. Aber es ist knapp, sie rutscht mir einmal fast aus den Fingern, weil ich mit der rechten Hand keinen richtigen Halt habe.
Keuchend lehne ich die Tür gegen die Wand. Nachdem sich mein Herzschlag halbwegs normalisiert hat, gehe ich die Treppe hinunter. Auch hier muss ich aufpassen, denn einige der Stufen knarren. Ich trete möglichst nah an der Befestigung auf und komme letztlich unbemerkt in der ersten Etage an.
Im Schlafzimmer ist jemand.
Und stöhnt.
Ich erstarre. Wer zum Teufel …?