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Leseprobe: Fiona – Beginn

Fiona – Beginn

Zwei mit Maschinenpistolen bewaffnete Jungs eskortieren den Terminator. Er kommt auf mich zu, drückt mich, am Hals gepackt, gegen die Wand. Seine freie Hand umschließt meine Brust und drückt fest zu. Ein Zucken der Augenlider ist die einzige Reaktion, die ich mir leiste.
„Du bist nicht so verweichlicht wie andere Mädchen in deinem Alter“, sagt der Terminator. „Das gefällt mir. Ich glaube, wir werden viel Spaß miteinander haben.“
„Das kann ich dir versprechen“, erwidere ich zähneknirschend.
„Nicht so voreilig!“ Er rammt mir sein Knie in den Unterleib. Während ich mich nach Luft schnappend krümme, verbindet er mir die Augen mit einem schwarzen Tuch. „Zur Sicherheit. Blinde Löwinnen sind weniger gefährlich. Außerdem hat deine Mutter noch einige Finger, die wir ihr abschneiden könnten.“
„Mach nur weiter so“, erwidere ich keuchend, „irgendwann werde ich dir dann in die Fresse kotzen!“
Er packt meine Haare und reißt meinen Kopf hoch. „Wenn du das tust, frisst du Scheiße. Echte Scheiße.“
„Aber bitte mit Knoblauch … aua!“
„Fiona!“, schreit meine Mutter. „Hör bitte auf damit, ihn zu reizen!“
„Genau, Fiona, hör auf deine Mutter. Obwohl ich zugeben muss, dass es mir riesig viel Spaß macht, diese Sachen mit dir zu machen.“
„Fein“, erwidere ich, die Bitte meiner Mutter ignorierend. „Es wird auch mir Spaß machen, jede Lektion mit dir durchzuexerzieren.“
„Du hältst wohl nie das Maul? Soll ich dir die Zunge rausreißen?“
„Und dich damit des Vergnügens berauben, mit mir feuchte Zungenküsse auszutauschen? Mach dich doch nicht lächerlich!“
„Ach ja? Glaubst du ernsthaft, ich riskiere es, dass du mir die Zunge abbeißt, Hexe?“
„Der Trick war wohl nicht besonders gut, nicht wahr? Schade eigentlich …“
„Ja, schade eigentlich. Gehen wir!“
Eine kräftige Hand packt meinen Oberarm und führt mich. Unsere Schritte klingen hohl auf dem Korridor. Dann geht es eine Treppe rauf. Ich rieche, dass die Luft frischer wird. Ein leichter Windstoß berührt meine Haut. Weitere Männer stoßen dazu. Dass es Männer sind, erkenne ich an ihrem Geruch und an ihren harten Schritten. Hinter mir gehen meine Eltern. Ich rieche ihre Angst. Höre sie stoßweise atmen. Dann kommen wir ins Freie. Wir steigen in einen Van, trotzdem stoße ich mir den Kopf und lasse mich fluchend auf den Sitz sinken. Im Hintergrund lacht jemand.
Die Fahrt dauert etwa eine Viertelstunde. Jemand tritt an das Auto heran.
„Fahren Sie hinter dem weißen Wagen her, er führt Sie zum richtigen Flugzeug“, sagt eine männliche Stimme.
„In Ordnung. Keine Dummheiten, sonst sind die Geiseln tot!“ Wie zur Bekräftigung spüre ich plötzlich die kalte Mündung einer Waffe am Hals.
„Schon gut“, sagt beschwichtigend der fremde Mann, vermutlich ein Polizist. „Wir werden nichts unternehmen, wenn ihr vernünftig seid.“
„Ihr seid nicht in der Position, Forderungen zu stellen!“, erwidert Brodwich.
„Doch. Wenn ihr den Geiseln was antut, verliert ihr euer Schutzschild, und dann gnade euch Gott. Also spielt lieber nicht mit dem Feuer.“
„Vielen Dank für den guten Rat“, sagt Brodwich sarkastisch. „Und jetzt trete zur Seite!“
Der Van setzt sich wieder in Bewegung, nur der Fahrbahnbelag ändert sich. Offensichtlich sind wir auf dem Rollfeld des internationalen Flughafens, auf dem Weg zum Fluchtflugzeug. Die Bestätigung dafür erhalte ich beim Aussteigen. Die Motoren des Flugzeugs laufen bereits. Ich stolpere die Treppe rauf, und erst drinnen bekomme ich die Augenbinde abgenommen.
Es herrscht die typische Düsternis in Großraumflugzeugen. Zwei Gänge, in der Mitte drei Sitzplätze, an den Fenstern zwei. Außer uns keine weiteren Fluggäste, was nicht weiter erstaunlich ist. Aber auch keine Flugbegleiterinnen. Nur zwei Piloten, die bereits im Cockpit sitzen.
„Die Alten setzen sich hin und schnallen sich an!“, befiehlt Brodwich. „Dann fesselt sie aneinander. Rechte Hand an rechte Hand und so weiter.“
Während die Anweisung ausgeführt wird, schaue ich mich weiter um. Es gibt nichts Ungewöhnliches zu sehen, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass eine Regierung wie die von Newope Kidnapper wie diese einfach ziehen lässt. Außerdem spüre ich es einfach, dass da noch was kommen muss.
„Die Piloten sagen, dass die Maschine in einer Viertelstunde bereit sein wird“, meldet einer der Kerle.
Zusammen mit Brodwich besteht die Bande der Kidnapper aus acht Männern, die alle in schwarz gekleidet und mit Pistolen bewaffnet sind. Einige mustern mich mit unverhohlener Begierde, die auch Brodwich nicht entgeht. Er grinst, doch da ist keine Freude, keine Fröhlichkeit in seinen Augen. Er kommt näher, bis unsere Gesichter sich beinahe berühren.
„Dann haben wir ja noch etwas Zeit, nicht wahr? Die sollten wir auch nutzen. Okay, drei Leute schieben Wache, die anderen können mit ihr machen, was sie wollen. Außer umbringen, natürlich.“
Es ist ein Gefühl, als wäre plötzlich gähnende Leere im Kopf. Gleichzeitig geht ein unterirdisches, kaum spürbares Rumoren vom Magen aus. Die Beine werden weich, Hitzewellen steigen hoch, bedingt durch den plötzlichen Adrenalinanstieg im Blut. Nur dumpf höre ich das Grölen der Männer, die mich in der Nähe meiner Eltern zu Boden reißen. Da meine Hände gefesselt sind, wird das Hemd einfach zerrissen. Die anderen Kerle sind damit beschäftigt, mir Schuhe, Jeans und Schlüpfer auszuziehen. Dann erinnern sie sich wieder daran, dass ich meine Tage habe. Ein Hindernis ist das für sie nicht. Einer von ihnen reißt brutal den Tampon raus und hält ihn erstaunt hoch.
„Das Ding hat ja eine unglaubliche Saugkraft!“, stellt er fest.
„Zeig mal her!“ Der Terminator untersucht den Tampon, nicht ohne vorher daran zu riechen. „Hm … ich freue mich schon auf deine Muschi, Mädchen. Aber erst mal dieses Ding hier … ich würde sagen, das ist so was wie ein Funksender in Miniatur. Das habt ihr ja richtig schlau eingefädelt! Aber jetzt ist es Geschichte.“ Er lässt den Sender fallen und zermatscht ihn mit dem Absatz. „Aber der Trick war wirklich gut. Erst serviert ihr uns eine Kamera, die wir finden sollen, und den wirklich kritischen Teil versteckt ihr einfach in deinem Körper. Klasse. Aber es wird dir gar nichts helfen. Zur Belohnung werde ich der erste sein, der dich fickt. Wie gefällt dir das?“
„Ist dein Schwanz denn groß genug, dass ich ihn spüren werde?“
„Ich denke schon.“ Er packt ihn aus, und ich muss unwillkürlich schlucken.

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