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Kurzer Gedanke zu Ostern. Und so.

Kürzlich las ich mal das:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/philosophischer-osterkommentar-was-heisst-auferstehung-in.2162.de.html?dram:article_id=446692

Daraus würde ich ganz gerne mal einen Satz zitieren:

„Sie kann, ja sie muss ohne Gott denken, aber nicht ohne den „göttlichen Eros“ wie Platon es nennen würde, nicht ohne diesen im Grunde spirituellen Funken der Erkenntnis. “

Ist das wirklich so? Die Themen Sterben und Weiterleben, vielmehr: erneut leben, sie sind Grundgedanken des Osterfestes, genau wie die Vergebung, die Erlösung, was nichts Anderes bedeutet, als die Verantwortung für das eigene Leben in irgendwelche mystischen Hände zu geben.

Wer mich kennt, weiß ja, das ist nicht meins. Sehen wir mal davon ab, dass ich als Kriegerin genau weiß, wie es mit Gott bestellt ist: Wüsste ich nicht, was ich weiß, so fragte ich mich dennoch: Woher wisst Ihr das alles? Wieso geht Ihr davon aus, Dinge zu wissen, die Ihr gar nicht wissen könnt?

Ja, sich mit der Möglichkeit, sterblich zu sein, zu beschäftigen, kann durchaus sinnvoll sein, wenn in den richtigen Kontext gestellt. Aber sie ist auch dann bloß eine Möglichkeit, wenn man nicht wüsste, wie ich, dass die Welt nicht mehr als ein Spielball der Götter ist, denn mit den Mitteln der (seriösen, undogmatischen) Wissenschaft lässt sich nicht beweisen, dass jeder Mensch, der bisher geboren wurde, auch tatsächlich gestorben ist und dass jeder derzeit lebende Mensch irgendwann sterben wird.

Die Aussage, jeder Mensch müsse irgendwann mal sterben, ist nichts als ein Dogma, eine Glaubensbekenntnis. Es kann sein, es kann aber auch anders sein.

Und diese Möglichkeit des Andersseins und was sich daraus ergibt, damit sollten sich eigentlich mal nicht nur die religiös denkenden Menschen beschäftigen, denn sonst sind alle vielleicht eines Tages sehr überrascht.

Liebes Tagebuch, Du merkst schon, ich bin kein Fan von Ostern und so. Aber natürlich weiß ich, dass solche Feste dennoch wichtig sind, denn die Seele gehört nun einmal zum Menschen dazu. Nicht nur zu ihm, aber das ist ein anderes Thema.