• Geschichten einer Kriegerin

    Fionas Tagebuch: Warum Sex keine Waffe ist

    Liebes Tagebuch, meine heutige Therapiestunde war irgendwie denkwürdig. Nachdem ich es mir gemütlich gemacht habe, fange ich an. „Ich möchte heute über … über dieses Ereignis damals im Flugzeug sprechen.“ „Welches Ereignis?“ „Wie, über welches Ereignis? „Sie meinen das Ereignis, über das wir nicht zu sprechen brauchten, weil Sie damit auch so fertig wurden?“ Ich starre Robert an. Falls du es nicht mehr weißt, liebes Tagebuch, Dr. Robert Malcolm ist mein Therapeut. „Ja, ich meine das. Ja, ich rede davon, als ich in diesem Scheißflugzeug keine zwei Meter von meinen Eltern entfernt vergewaltigt wurde. Genau das meine ich.“ „Sie klingen wütend.“ „Ach ja?“ „Ja.“ Ich atme tief durch und provoziere…

  • Geschichten einer Kriegerin

    Fionas Tagebuch: Meine denkwürdige Begegnung mit Toll Schreiber

    Mein liebes Tagebuch, heute hatte ich einen echt abgefahrenen Traum. Es begann wie ein völlig normaler Traum. Ich stand an einem Wasserfall, irgendwo. Das Bild war schon sehr klar, die Farben krass deutlich, richtig leuchtend. Und das Wasser war ganz klar, ich konnte gut den Grund erkennen, außer dort, wo der Wasserfall auftraf. Da war also ein kleiner See mit dem Wasserfall an einer Seite, sonst fast rund, mit Felsen gesäumt. Wie eine kitschige Szene aus einem Film für Teenies. Allerdings hat kein Film so gestochen scharfe Farben. Zumindest habe ich keinen gesehen. Da stand ich also und dachte: ‚Boah ey, da springe ich rein!‘ Ich schaute an mir hinunter…

  • Geschichten einer Kriegerin

    Fionas Tagebuch: Das Baby, Herr Mut, Toll Schreiber und ich

    „Dem Baby geht es gut.“ Dieser Satz der Ärztin rettet mir den Tag. Dem Baby geht es gut. Gibt es Wichtigeres? Als ich die Praxis verlasse, strahle ich vermutlich mehr als alle Kernkraftwerke der Erde zusammen. Und das sieht mir bestimmt jeder an. Hach, was bin ich glücklich! Es ist ja nicht so, dass ich mir keine Gedanken mache. Während ich vor dem Schaufenster mit den Kinderwagen stehe, denke ich darüber nach, wie leichtsinnig es eigentlich von mir ist, ein Kind in die Welt zu setzen. Gar nicht einmal wegen des Zustands der Welt, denn dieser ist, nüchtern betrachtet, weder besser noch schlechter als früher. Die Zeit, in der ich…