TOM – Eine Knastgeschichte

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TOM – eine Knastgeschichte von Dorothea Müller

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Beschreibung

 

Tom sitzt im Knast, ohne Schulabschluss, ohne Außenkontakt und ohne Hoffnung auf eine Zukunftsperspektive.
In der Isolation und Einsamkeit seiner Zelle beginnt er zum ersten Mal, über sein Leben nachzudenken. Die Akzeptanz zweier ausländischer Knastkumpel und die Zuwendung eines älteren Vollzugsbeamten lassen sein labiles Selbstbewusstsein, das er zeitlebens hinter großer Klappe und Macho-Verhalten verborgen hat, langsam erwachen.
Die Unterstützung eines ehrenamtlichen Betreuers von „draußen“, gegen den er sich zunächst mit aller Macht sträubt, gibt ihm das Selbstvertrauen, seinen Schulabschluss zu versuchen. Schulte, lebenserfahren und beharrlich, lässt sich von Tom nicht provozieren und gewinnt nach und nach sein Vertrauen. Hierbei ist nicht zuletzt Schultes Hund Falco ein Mittler, durch den Tom mehr versteht, als Worte ihm je hätten begreiflich machen können.

 

Neben Toms innerer Entwicklung wird die Härte und Unerbittlichkeit des Gefängnisalltags einerseits beschrieben, andererseits aber auch der Teil von Knast, der von alltäglicher Verpflichtungen entbindet – der so manchen lebensuntüchtig, und nach einer langen Haftstrafe lebensunfähig machen kann.

Dorothea Müller zeigt in ihrer packenden Geschichte ungeschminkt die Probleme auf, denen sich auch die Vollzugsbeamten ausgesetzt sehen. Sie unterliegen den oft schwierigen Haftbedingungen bis zur Pensionierung.

Dorothea Müller entlässt den Leser ohne Patentlösungen, kein Happy-End. Dank der Unterstützung von „drinnen“ und „draußen“ gelingt Tom ein Prozess von Erkenntnis, der ihm zeigt, dass er allein es ist, der für sein Leben Verantwortung trägt. Schafft er es aus dieser Erkenntnis heraus, eine mögliche Perspektive zu erkennen und sich auf den Weg machen?

 

Wie Tom entstanden ist

Wie und wo hat das mit ‚Tom‘ begonnen?

Vielleicht ist der Beginn hier der Anfang. Wenn ja, warum ist er mir dann ausgerechnet nach St. Moritz gefolgt, nach so vielen Jahren?

Da, wo die Berge den Reichen und Schönen die kalte Schulter zeigen, der schiefe Kirchturm schon lange den See bewacht und die gelben Blinklichter des Schneepfluges Morsezeichen durch die Vorhänge des Hotelzimmers schicken.
Noch ist keine Saison.
Im „Laudinella“ sitzen acht Preisträger an ihren Texten, darunter ich, die ihr Glück kaum fassen kann. Ich habe eine alte Geschichte im Gepäck: Anderthalb vergilbte Seiten, löchrig da, wo der Anschlag der Schreibmaschine zu heftig war. Wahllos habe ich sie eingepackt und erinnere mich nur noch flüchtig an ihren Inhalt. Es ist eine kurze Geschichte von ‚Tom‘, die in der Urfassung dem Leser erst zum Schluss verrät, dass er im Gefängnis sitzt.

Kurze Zeit später bin ich es, die gefangen ist. Von ‚Tom‘ und seiner Geschichte.
Sie entwickelt sich, geht weiter. ‚Tom‘ wird zu einer realen Gestalt. Er entwickelt eine Präsenz, der ich mich nicht entziehen kann. Er handelt, er spricht. Ich werde seine Protokollantin, lasse ihn wachsen und werden.

So ist es gut. So muss es sein, wenn die Geschichten zu mir kommen und mir ihre Wahrheit erzählen. Auch wenn sie sich, wie bei ‚Tom‘, Zeit lassen.
Vielleicht braucht es gerade hier die Distanz vieler Jahre, bis ‚Tom‘ endlich aus seinem Schatten tritt.
Mag sein, dass sich manche Vorschriften gewandelt haben und sich neue Bedingungen zeigen. Der Knastalltag und die Menschen darin sind die gleichen geblieben. Hören wir zu, was sie uns zu sagen haben.

 

 

 

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Zusätzliche Information

Größen.a.
Format

Softcover, E-Pub

AutorIn

Dorothea Müller

Genre

Roman

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