Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – Die Asylentscheiderin

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Die Asylentscheiderin von Maria Braig

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Beschreibung

 

Bundesweit sucht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ca. 300 tatkräftige, mutige und entscheidungsfreudige Frauen und Männer der Deutschen Post, um für 6 – 12 Monate als Entscheider alle anhängigen Asylverfahren verantwortungsbewusst zu bearbeiten.

Dieser Aufruf kommt Jule, die sich in einer Lebenskrise befindet und nach Neuorientierung sucht, gerade recht. Sie glaubt, wenn sie dabei hilft die Flüchtlinge einzuteilen in solche die Schutz verdient haben und solche, die nur kommen, um ihrer Armut zu entfliehen, kann sie den wirklich Verfolgten helfen. Doch je mehr Fluchtgeschichten sie anhört, umso schwerer fällt es ihr, die meist verzweifelten Menschen die zu ihr kommen und deren weiterer Lebensweg von ihrer Entscheidung abhängt, in richtige und falsche Flüchtlinge einzuteilen.

Auf einem Klassentreffen begegnet sie Cochise, die sich für offene Grenzen für alle einsetzt. Die beiden Frauen fühlen sich voneinander angezogen, ihre unterschiedlichen politischen Ansichten führen aber immer wieder zu Konflikten. Dann begleitet Jule Cochise nach Griechenland, wo diese ein Prozess wegen „Schlepperei“ erwartet …

 

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Zusätzliche Information

Größe k.A.
Format

Softcover, E-Pub

AutorIn

Maria Braig

Genre

Roman

1 Bewertung für Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – Die Asylentscheiderin

  1. Bewertet mit 5 von 5

    kingofmusic

    Bei den meisten Autoren weiß man von vornherein, was einen erwartet. Das ist auch gut so, denn schließlich hat jeder von uns gewisse Schreiberlinge, deren neueste Werke er (neben interessanten Neuentdeckungen) regelmäßig „verschlingt“. So geht es mir seit einiger Zeit mit den Büchern der Autorin Maria Braig.
    Von ihr erhält man in lockeren Abständen Bücher, die sich zumeist mit den Themen Asyl, den Frauenrechten oder aber den Schwierigkeiten von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in der Gesellschaft befassen. Es sind stets gut recherchierte Romane zu Themen, die kein Mainstream sind, die aber jeden von uns angehen (sollten), damit Intoleranz und Hass gegenüber Andersdenkenden endlich Einhalt geboten wird.
    In ihrem neuesten Roman „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – Die Asylentscheiderin“ geht es um Jule, die nach einem langen Berufsleben bei der Post und einer gescheiterten Beziehung etwas Neues „wagen“ will und sich durch eine Anzeige des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) ermutigt fühlt, etwas in ihrem Leben zu ändern. Nach erfolgreich bestandenem Crashkurs in Sachen „Entscheidungen“ (wer darf bleiben, wer tischt Lügen auf und muss wieder gehen) wird sie in die Welt der Asylanträge und den Menschen, die hinter den Anträgen stehen, entlassen. Hochmotiviert macht sie sich an die Arbeit.
    Gleichzeitig trifft sie ihre alte Klassenkameradin Cochise wieder, die aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig ist und langsam, aber sicher baut sich zwischen den beiden Frauen trotz ihrer gegensätzlichen politischen Weltanschauung (Wir haben Platz für alle Flüchtlinge auf der einen Seite und Wir müssen aussieben, damit die, die wirklich Hilfe nötig haben, auch Platz haben) eine Beziehung auf.
    Als Cochise in Griechenland ein Prozess wegen angeblicher Schlepperei erwartet, begleitet Jule ihre Freundin, da sie zusehends Zweifel an der Arbeit im BAMF bekommt und abschalten muss.
    Hier versteht es Maria Braig außergewöhnlich gut, die Sorgen und Ängste von Jule überzeugend darzustellen. Überhaupt weiß die Autorin den Leser zu packen, schildert sie doch immer wieder die Erlebnisse von Flüchtlingen, die bei Jule Antrag auf Asyl stellen. Der geneigte Leser wird sich immer wieder dabei erwischen, dass er beide Ansichten (sowohl Cochises als auch Jules) „vertreten“ kann.
    Es wird auch sehr deutlich, unter welch psychischem Druck die Beamtinnen und Beamten stehen und man bekommt Respekt vor der Arbeit der Entscheider, ist aber gleichzeitig froh, nicht dazuzugehören.
    Im Nachgang hat die Autorin Begriffe und Erläuterungen zu Gesetzestexten sowie Kurzportraits von Flüchtlingen und der Entscheidung ihrer Asylanträge aufgeführt.
    Das Thema „Asyl“ ist auch nach der Lektüre dieses wichtigen Buches in unsicheren Zeiten garantiert nicht leichter geworden, aber es steht für mehr Respekt gegenüber Flüchtlingen und der Arbeit des BAMF.
    Ich hoffe, dass dieses Buch so viele Menschen wie möglich erreicht und danke der Autorin für diesen wieder einmal gut recherchierten und wichtigen Roman!!!

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