Schreiben im Februar
Februar stammt aus dem lateinischen und bedeutet „reinigen“ und wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt.
Früher fanden in diesem Monat Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale statt. Diese sollten die Dämonen des Winters vertreiben.
Wir wollen mit euch dieses Frühjahr eine Anthologie herausbringen, in der wir uns gedanklich den Dämonen dieser Welt stellen und uns fragen:
Wie ist die Welt, in der wir leben?
Wie nehme ich sie wahr?
Sehe ich sie in bunten Farben oder doch eher in grau oder gar schwarz?
Wenn ich nun die Welt verändern könnte! … Jetzt – Hier – Heute.
Wenn ich einen ganzen Tag nichts anderes machen und an nichts anderes denken bräuchte. Ein geschenkter Tag – so wie der 29. Februar uns alle 4 Jahre geschenkt wird.
Keine Arbeit, keine Sorgen – 24 Stunden, die Dämonen aus unserer Welt zu vertreiben und durch unser Tun die Welt friedlicher, reicher, schöner, lebendiger, froher, bunter ….. zu machen.
Frag‘ dich selbst:
Was würde ich dann tun?
Was wäre mir wichtig?
Ja, was würdest DU denn tun? Mit dem, was DIR zur Verfügung steht?
Oh ja, bitte! Erzähle es uns!
Erzähle uns deine Geschichte oder schreibe es in Form eines Gedichtes auf.
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Wie wäre es zur Einstimmung mit ein paar Zitaten zur Form?
Kurzgeschichte:
„Uns fehlt der Optimismus des 19. Jahrhunderts, zu glauben, diese Welt ließe sich auf fünfhundert Seiten einfangen; deshalb wählen wir die kurze Form!“
(Jorge Luis Borges)
„Eine Kurzgeschichte ist eine Geschichte, an der man sehr lange arbeiten muss, bis sie kurz ist.“
(Vicente Aleixandre)
„Es gibt nicht die Kurzgeschichte. Jede hat ihre eigenen Gesetze [...]. Ich glaube, dass sie im eigentlichen Sinn des Wortes modern, das heißt gegenwärtig ist, intensiv, straff. Sie duldet nicht die geringste Nachlässigkeit, und sie bleibt für mich die reizvollste Prosaform, weil sie auch am wenigsten schablonisierbar ist. Vielleicht auch, weil mich das Problem ‘Zeit’ sehr beschäftigt, und eine Kurzgeschichte alle Elemente der Zeit enthält: Ewigkeit, Augenblick, Jahrhundert. Es ist ein ganz verhängnisvoller Irrtum, wenn etwa ein Redakteur zu einem Autor sagt: Schreiben Sie uns doch mal eine Kurzgeschichte. Sie können das doch…Es kann Jahre dauern, ehe ich mit einer Kurzgeschichte zu Rande komme, das heißt, ehe ich sie hinschreiben kann [...].“
(Heinrich Böll)
Lyrik:
„Wer noch weiß, was ein Gedicht ist, wird schwerlich eine gutbezahlte Stellung als Texter finden.“
(Theodor W. Adorno)
„die rache / der sprache / ist das gedicht“
(Ernst Jandl)
„Sowohl in der Dichtung als auch im Leben ist es niemals zu spät für eine Korrektur.“
(Nancy Thayer)
„Ein Gedicht kann berühren – eine Berührung kann wie ein Gedicht sein.“
(Klaus Ender)
„Ein Gedicht ist eine vollkommene sinnliche Rede.“
(Gotthold Ephraim Lessing)
„Ein Gedicht sollte wie ein Dessous sein… ein Hauch von Nichts überläßt die Gedanken der Phantasie.“
(Damaris Wieser)




