Ist der Verlag 3.0 ein soziales Medium?
„Wissensgemeinschaften oder Communitys sind soziale Gruppen von Erfahrungsträgern und Interessierten an einem Wissensgebiet.“ (*)
„Eine Online-Community (Netzgemeinschaft) ist eine Sonderform der Gemeinschaft; hier von Menschen, die einander via Internet begegnen, um sich dort auszutauschen. Findet die Kommunikation in einem Sozialen Netzwerk statt, das als Plattform zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dient (oft in Form von User Generated Content), spricht man auch von Sozialen Medien.“ (*)
Genau hier sehen wir uns. Dieses WIR – das seid in erster Linie IHR, denn ohne Euch ist der Verlag 3.0 lediglich ein auf den Namen Zsolt Majsai angemeldetes Gewerbe, genaugenommen ein Verlagsgewerbe, wie es alleine in Deutschland kaum noch zählbar ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutschsprachiger_Verlage
Das wichtigste Kennzeichen einer Community ist die Kommunikation zwischen den Mitgliedern. So eine Community – und speziell eine Online-Community – muss aufgebaut, gepflegt und auch betreut werden und erreicht eine gewisse Unabhängigkeit erst durch die Einbeziehung der Mitglieder in diese Aufgaben. Während die „Technik“ die äußere Form der Verbundenheit darstellt bzw. ermöglicht, ist es letztendlich der Inhalt, der die Mitglieder verbindet.
Ursprünglich diente das Internet als Informationsträger (Web 1.0) und erreichte durch seine soziale Vernetzung die zweite Stufe der Entwicklung (Web 2.0). Derzeit befindet sich das Web wieder in einer Übergangsphase zur nächsten Stufe. Das Web 3.0 wird auch als semantisches Web bezeichnet und steht somit für die Beziehung und Verbindung von Informationen. Die Bedeutung liegt in der Auswertung diverser Informationen und der Verbindung selbiger zu den Nutzern des Internets. Detaillierte Infos bietet auch hier Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web
„Besonders interessant ist, dass bei der Verknüpfung der Informationen neue Zusammenhänge entdeckt werden können, die zuvor nicht erkennbar waren“:
der sogenannte Serendipity-Effekt: (*)
Der Begriff Serendipität (auch: Glücksfund, engl. Serendipity), gelegentlich auch Serendipity-Prinzip bzw. Serendipitätsprinzip, bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Verwandt, aber nicht identisch, ist der weiter gefasste Begriff „glücklicher Zufall“. Serendipität betont zusätzlich „Untersuchung“; auch „intelligente Schlussfolgerung“ oder Findigkeit.
Bekannte Beispiele für Serendipität sind die Entdeckung Amerikas 1492, die Entdeckungen der Röntgenstrahlung, des Penicillins und Viagras, des Sekundenklebers oder der kosmischen Hintergrundstrahlung. Auch geradezu überzufällige Begebenheiten sind beschrieben, die fleißige Forscher zu Entdeckungen führen, bis hin zum Benzolring, der schließlich in einem Traum vorkam. Andere Beispiele sind der Klettverschluss, Post-It, Teflon, Linoleum, die „Erfindung“ des Teebeutels, der Nylonstrümpfe oder auch die Entdeckung des LSD.
In diesem Zusammenhang fällt oft der Satz: „Der Zufall begünstigt nur einen vorbereiteten Geist“; soll heißen: die Entdeckung kommt, wenn jemand viel daran gearbeitet hat, aber oft ungezwungen, und fällt ihm zu.
Unser Wunsch ist es, die Menschen, die sich dem Thema Buch verbunden fühlen, miteinander zu verbinden statt in Wettkampfsituationen gegeneinander antreten zu lassen.
In einer Community helfen sich die Menschen gegenseitig bei Problemen und stärken ihre Gemeinschaft durch das Teilen des gemeinsamen Wissens und der Erfahrungen. Der Zusammenhalt nach dem Prinzip der drei Musketiere (die eigentlich vier waren) getreu dem Motto:
Einer für alle – alle für einen
ermöglicht jedem einzelnen, seine Stärken einzubringen und durch den Synergie-Effekt zu profitieren – sowohl für sich alleine als auch für die Gemeinschaft.
Dieses Prinzip der Emergenz ist das, was den Verlag 3.0 ausmachen und von den klassischen Verlagen unterscheiden wird:
„Emergenz ist die spontane Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen auf der Makroebene eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente.“ (*)
Was haltet Ihr für die wesentlichen Säulen einer Gemeinschaft? Wir sind gespannt auf
(*) Quelle: Wikipedia




